Aus für Wohnungen auf der grünen Wiese

Die Schwemmtratten könnte – laut Ragger und Trettenbrein – in ein paar Jahren in neuem Licht erscheinen Foto: Petra Mörth

Aus Alt mach Neu: Ein ganzer Wolfsberger Stadtteil soll mittels „Reconstructing“
erneuert werden.

petra.moerth@woche.at

Kärntens Wohnbau-Landesrat Christian Ragger (FPK) ließ mit einer interessanten Idee aufhorchen: „Wir wollen in Wolfsberg mittels des ,Reconstructing-Modells‘ alte Häuser aus den 1950er-, 60er-, 70er- und 80er-Jahren abreißen und an ihrer Stelle wieder neue aufbauen“, so Christian Ragger.

Das Pilotprojekt soll im Stadtteil Schwemmtratten realisiert werden. „Es wird ein neues Haus gebaut, dann werden die Mieter umgesiedelt, das alte Haus wird abgerissen, es wird wieder ein neues Haus gebaut und immer so weiter“, erklärt Harald Trettenbrein (FPK) vom Wohnbauförderungsbeirat des Landes. Die neu errichteten Häuser würden dann in Sachen Energie auf den modernsten Stand gebracht werden. Die Folge wären geringere Betriebskosten für die Mieter. Auch sollen die Wohnblöcke behindertengerecht sein. Im Frühjahr sollen erste Daten erhoben werden.

„Die Wohnungen gehören teilweise der Stadtgemeinde, ein Großteil Wohnbaugenossenschaften. Wir führen mit den Eigentümern und den Mietern Gespräche, danach wird sich zeigen, was möglich ist.“ Mit dem „Reconstructing“-Modell sollen der Wohnungs-Tourismus unterbunden und die Stadt belebt werden. „Nach der Fertigstellung des ,Generationenparkes Neudau‘ bauen wir keine Wohnungen mehr auf der grünen Wiese, damit in Zukunft nicht die Wohnungen in der Stadt Wolfsberg leer stehen.“ Als weiterer Stadtteil käme Reding in Frage. „Für die ESG-Siedlungen schwebt uns ein ähnliches Projekt vor.“

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