Die „Stones“ als großes Vorbild

Diese Rock-Röhre geht ihren Weg: Für ihre Karriere als Musikerin opferte die Wolfsbergerin Jennifer Kandut die Schule Foto:personalities

Die Wolfsbergerin Jennifer Kandut stürmt mit „Dreieck“ die Austria Top 40.

petra.moerth@woche.at

WOLFSBERG. Weil sie gegen ihre Freundin eine Wette verloren hatte, musste Jennifer Kandut (20) als 13-Jährige im Kirchenchor mitsingen. „Was tue ich da?“, fragte sich die Wolfsbergerin, die damals eigentlich Tänzerin werden wollte, zu Beginn.

Bei Liedern wie „Oh happy day“ kam Kandut aber auf den Geschmack – und gründete daraufhin mit der Chorleiterin Claudia Polesnig die Band „The Roses“. In den Jahren 2007 bis 2008 rockte Kandut mit vier Burschen als „JK & Band“ das Wolfsberger Stadtfest sowie den Schönsonntags- und Kolomoni-Markt. „Damals haben wir noch um ein Würstel und ein Bier gespielt“, erinnert sie sich. Mit 17 Jahren lernte der „Rolling Stones“-Fan via „Facebook“ Melanie Hirner aus Steyr und Vanessa Derndorfer aus Linz kennen. Die Band „Dreieck“, auf die der Christina Stürmer-Produzent Alexander Kahr aufmerksam geworden ist, war damit geboren.

Nie mehr Schule …

„Unsere Debüt-Single ,Gefährlich‘ stieg im Jahr 2009 in insgesamt 20 Wertungswochen bis auf Platz 11 der Austria Top 40 auf.“ Um sich voll auf ihre Karriere konzentrieren zu können, schmiss Kandut 2009 die Schule am BORG Wolfsberg.

„Es ist mein Traum, als Musikerin leben zu können. Selbst wenn ich dafür mit einem Hut und der Gitarre am Wiener Stephansplatz spielen muss“, meint sie. Doch der Erfolg gibt Kandut bislang Recht: Auch die zweite Single „Wie es sein soll“ hielt sich zwölf Wochen in den heimischen Charts. 2010 zeichnete das österreichische Jugend-Magazin „Xpress“ die Newcomer-Band mit dem „Goldenen Pinguin“ aus. Im Vorjahr hat sich Kandut im Studio verschanzt. Denn: „Im Frühjahr soll unser neues Album, auf dem wir rockiger als je zuvor klingen, erscheinen“, verrät die Wolfsbergerin.

Live im Camp Casablanca

Auf Einladung des Verteidigungsministeriums spielten „Dreieck“ im Dezember 2011 vor Soldaten im Kosovo. „Das war der geilste Auftritt meines Lebens, obwohl ich an panischer Flugangst leide.“ Aber auch sonst blieb die Premiere im Ausland unvergesslich. „Die Männer haben sich wegen uns die Köpfe eingeschlagen, sodass die Militärpolizei zum Schlichten dazwischengehen musste.“ Die Wartezeit auf die neue CD verkürzen „Dreieck“ ihren Fans in der Zwischenzeit mit ihren „50 Licks Partys“, mit denen sie den „Rolling Stones“ huldigen. „Keith Richard ist mein großes Vorbild. Und: Er ist der einzige Mann, den ich jemals heiraten würde.“

Zur Person:
Name: Jennifer Bianca Kandut
Geburtstag: 22. Oktober 1991
Wohnort: Wolfsberg
Beruf: Musikerin
Familienstand: ledig
Hobbys: Songwriting, mit Freunden ausgehen, schlafen

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