Wider das Vergessen
Die Ausstellung „Die vergessenen Opfer der NS-Zeit“ die vom 23. bis zum 27. Jänner 2012 auf der Bezirkshauptmannschaft in Weiz gezeigt wurde, versucht das Erinnern an die Gräuel der NS-Zeit wach zu halten.
Auf dem Erinnerungszeichen, das am 11. März 2010 in der Nähe des Gleisdorfer Jugendzentrums enthüllt wurde, stehen die Worte: „Vereinnahmung und Ausgrenzung sollten in der heutigen Politik, in unserer Gesellschaft, keinen Platz mehr finden.“
Diese Worte nähren bei mir die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch ein öffentliches Erinnern an die drei Kriegsdienstverweigerer aus dem Bezirk Weiz geben wird, die während des NS-Regimes hingerichtet wurden. Diese drei „Jägerstätter“ waren Rupert Heider aus Anger bei Weiz, Alois Wagner aus St. Ruprecht/Raab und Josef Kropf aus Harl bei Puch. Diese drei mutigen Bibelforscher, wie Zeugen Jehovas damals genannt wurden, verweigerten den Kriegsdienst in Hitlers Armee und verloren deswegen ihr junges Leben.
Rupert Heider wurde am 15. Juni 1940, im Alter von 32 Jahren und Alois Wagner am 17. Oktober 1940, im Alter von 33 Jahren in Berlin hingerichtet. (Der Todestag von Josef Kropf und der Hinrichtungsort sind nicht bekannt, viele Indizien sprechen aber auch für Berlin.)
Ein öffentliches Erinnern an diese mutigen Männer in Form einer Gedenktafel oder eines Straßennamens gibt es noch immer nicht. Durch ein „Erinnerungszeichen“ für diese Förderer des Friedens, könnte die Jugend ermutigt werden, für das einzutreten, was Recht ist.
