Differenzen bei laufenden Projekten
Weiz: Stadtgemeinde | Bei der letzten Gemeinderatssitzung legte Bürgermeister Kienreich als erstes sieben Dringlichkeitsanträge auf den Tisch, bei denen es sich hauptsächlich um den Verkehr drehte.
Aufgrund der missglückten bzw. ungültigen 30er-Beschränkung am Weizberg, wo vermeintliche Temposünder ihr Geld zurückbekamen, soll nun das gesamte Radmannsdorfer Gebiet zu einer zusammenhängenden 30er-Zone erklärt werden sowie auch das Gebiet rund um das Interspar-Einkaufszentrum.
Weiters geht der Trend in der Pkw-Technik in Richtung Gas-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit weniger Schadstoffausstoß. Diese alternative Mobilität soll nun gefördert und belohnt werden. Besitzer solcher Umweltfahrzeuge mit Hauptwohnsitz in Weiz, dürfen ab sofort in Kurzparkzonen gratis parken, wobei die maximale Parkdauer trotzdem eingehalten werden muss.
Auch E-Bike-Fahren liegt im Trend – somit soll es wieder eine Förderung von 100 Euro bei Anschaffung eines neuen Pedelecs, rückwirkend bis 01.01.2011 geben. Ziel ist es, den allgemeinen Radfahranteil in Weiz bis 2015 zu verdoppeln.
Bezüglich der Nord-Süd-Umfahrung wären laut Bürgermeister noch keine finanziellen Mittel vorhanden. Man sprach von einer Vision der Untertunnelung der Kapruner-Generator-Straße und dass die Trasse neu überlegt und kostenmäßig neu bewertet werden müsse. „Ein neues Herausfiltern wird vielleicht neue Überraschungen bringen“, so Kienreich. Der Bau des ersten Abschnittes der Umfahrung Weiz-Preding soll aber bis 2013 fertig gestellt sein.
Gemeinderat Florian Braunstein von der ÖVP ist von Mitte August bis Weihnachten 2011 vorübergehend freigestellt, um für sein Studium ein Auslandssemester in Oklahoma/USA absolvieren zu können. Derweilen wird Josef Breisler sein Amt übernehmen.
Mit Beginn des Kinderbetreuungsjahres 2011/12 gibt es viele Änderungen für Kindergarten und Kinderkrippe: das letzte Kindergartenjahr ist weiterhin gratis. Zwischen 1500 und 2500 Euro Netto gibt es sozial gestaffelte Elternbeiträge. Finanziell unterstützt werden in Zukunft auch Schulveranstaltungen, wie Skikurse, Sport- und Projektwochen, Sprachreisen, etc., für einkommensschwache Familien.
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Überraschende Entwicklungen:
Bürgermeister Kienreich zeigte sich sehr verwundert und alles andere als erfreut, als er über die letzten Entwicklungen des geplanten Fußballplatzprojektes in Preding, zusammen mit der Gemeinde Krottendorf berichtete. Seit dem Jahr 2008 waren sich Weiz und Krottendorf immer einig gewesen, vereint im gleichen Boot zu sitzen und diese Sport- und Freizeitanlage (Trainings- und Kunstrasenplatz) zu errichten. Nach 3jähriger kooperativer Planung, soll laut Kienreich nun angeblich alles anders kommen, denn die Gemeinde Krottendorf hätte inzwischen entschieden, das Projekt in einer kleineren Variante alleine durchzuziehen. Scheinbar hätte sich herauskristallisiert, dass es zwischen den Fußballclubs in Weiz und Krottendorf unterschiedliche Interessen gäbe und man nicht miteinander harmoniert. Für den Weizer Gemeinderat ist nach dieser Hiobsbotschaft eines klar: man müsse gemeinsam zurück an den Start und alles von vorne durchplanen. Weiteres wurde in der nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung besprochen.
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Neues EU-Projekt:
Weiz als E5-Gemeinde möchte im Frühling 2012 dem 3jährigen geförderten EU-Projekt „Intelligent Energy Europe“ (IEE) beitreten. Hier geht es um ökologisches Beschaffungswesen, Vernetzung mit anderen Städten sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen mit europäischem Mehrwert. Stadtrat Oswin Donnerer betonte zwar, dass EU-Projekte immer mit viel verwaltungstechnischem Papierkram verbunden seien, man könne sich allerdings sehr viel Geld dabei herausholen, wenn man es nur schlau angeht.
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ZITATE:
Florian Braunstein zu seinem bevorstehenden Auslandsaufenthalt in Oklahoma:
„Dort gibt es viele Indianer und Republikaner – und dann komme ICH dazu. Aber Ende des Jahres werde ich in Weiz mit gleichem Elan weitermachen.“
Prof. Dr. Wolf Gamerith (Grünen) zum EU-Projekt Intelligent Energy Europe:
„Was entsteht dort eigentlich noch, außer Papier ?“
Oswin Donnerer auf diese Frage:
„Naja… Papier ist doch auch etwas, oder ?“

