100 Fragen – 900 Antworten
Seit 1999 ist Hermine Liska in den Schulen im Bezirk Weiz sehr aktiv. Die 81-Jährige Zeitzeugin verkürzte gerne ihren Schiurlaub am Nassfeld, um der Einladung vom Landeshauptmann von Oberösterreich Herrn Dr. Josef Pühringer zu folgen. Hermine Liska, sowie der älteste KZ-Überlebende weltweit, Leopold Engleitner, sowie weitere vier Holocaust-Überlebende bzw. NS-Opfer waren zu der am 28. Jänner 2012 stattgefundenen Buch- und DVD-Präsentation „Im Zeugenstand – Was wir noch sagen sollten“, in den Steinernen Saal des Landhauses in Linz eingeladen.
Der Landeshauptmann von Oberösterreich hat sogar seine wohlverdiente Kur unterbrochen, um die Begrüßung der mehr als 250 Personen persönlich vornehmen zu können und den Einleitungsvortrag zu halten.
Mit dem neuen Buch und der neuen DVD ist es dem Autor und Filmemacher Bernhard Rammerstorfer gelungen ein Werk zu schaffen, welches sich grundlegend von allen anderen Büchern und Filmen, die sich mit der NS-Zeit beschäftigen unterscheidet.
Der Autor sammelte 1400 Fragen von 61 Schulen und Universitäten in 30 Ländern auf fünf Kontinenten. Zusammen mit dem Politikwissenschaftler Walter Manoschek wählte er 100 aus. Diese 100 Fragen wurden den neun Holocaust-Überlebenden und NS-Opfern Ernst Blajs, Adolf Burger, Leopold Engleitner (106 Jahre), Renee Firestone, Frieda Horvath, Josef Jakubowicz, Simone Liebster, Hermine Liska und Richard Rudolph gestellt. Diese neun Personen leben derzeit in Österreich, Tschechien, Deutschland, Frankreich und der USA. Sie wurden entweder aus rassistischen, politisch-ideologischen oder religiösen Gründen verfolgt.
Bernhard Rammerstorfer ist es auf hervorragende Weise, in oft tagelangen Filminterviews und Gesprächen gelungen, die Erfahrung dieser NS-Opfer als Vermächtnis späteren Generationen zu hinterlassen.

