Wandern in der Drau-Stauseebucht
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Ein herrliches Ambiente bietet sich dem Wanderer auch im Winter in der Völkermarkter Stauseebucht. Wer dem Alltagsstress entfliehen möchte, sollte sich aus der höhergelegenen Stadt zur Drau hinunter begeben, um hier die "Sonnenseite des Lebens" zu genießen. Stockenten tummeln sich hier im Wasser oder hocken in der vereisten Bucht. Ein Höckerschwanpärchen ist in der Nähe der Kreuzberglsiedlung anzutreffen, und im Vorjahr habe ich auch Grau- und Seidenreiher so wie einen Kormoran gesichtet. Die Berge der Karawanken, von der Petzen über die Topitza und Ojstra bis zum Obir bilden die Silhouette im Süden. Weiter südlich streben die Zacken der mächtigen Steiner Alpen gegen den Himmel.
Die Sonnenuntergänge sind für mich magische Ereignisse, und ich werde mich demnächst wieder gegen 16 Uhr auf die Draubrücke begeben, denn von dort aus ist der Blick zum roten Abendhimmel am schönsten.
Es drängen sich mir aber auch immer wieder Gedanken darüber auf, welches Leid Menschen erfahren haben, als in den 1960er Jahren das Kraftwerk Edling erbaut und die Drau auf 21 km Länge geflutet wurde. Es ist nicht leicht, Haus und Hof und die gewohnte Umgebung zu verlassen und zusehen zu müssen, wie alles, was man einst aufgebaut hat, im Wasser versinkt. So mancher hat vielleicht Glück gehabt und auf dem Ersatzgrundstück ein neues, erfreuliches Leben begonnen -
der andere wiederum konnte den Verlust zeitlebens nicht mehr verkraften.
Bei Edling wurde sogar ein ganzes Dorf überflutet!
http://www.kleinezeitung.at/kaernten/voelkermarkt/...
Unser Nutzen an der Stromerzeugung, an der Drauschiffahrt, dem Ruderzentrum, dem Bootshafen, der neuen Brückenverbindung zum Süden und unser Genuss an der jetzigen landschaftlichen Schönheit wurde auf dem Rücken der früheren Generation ausgetragen. Lauf der Geschichte.

Roswihta,habt ihr diesmal gar keinen Schnee abbekommen!
Bei uns liegt seit gestern 5 cm im Garten,alles ist weiß...:-)
lg caro