Der Rosenkavalier und seine Blumenfee
Der Valentinstag hat für Sabine und Christian Sattler eine doppelte Bedeutung.
Von Peter M. Kowal
Im Leben des Ehepaares Sabine und Christian Sattler aus Völkermarkt, beide 38 Jahre alt, ist der Valentinstag am 14. Februar in doppelter Hinsicht von Bedeutung. In Pörtschach bei Völkermarkt befindet sich die große Erlebnisgärtnerei, die ab sofort ihre Türen geöffnet hat. Für den Ansturm am Valentinstag ist das Familienunternehmen bestens gerüstet. Der 14. Februar ist bekanntlich einer der umsatzstärksten Tage im Jahr (siehe „Zur Sache“ unten).
Erster Kuss auf der Heunburg
Als Tag der Liebenden spielt der Valentinstag jedoch auch privat eine Rolle. Das Paar ist seit elf Jahren zusammen und trat 2005 vor den Traualtar. Die beiden kannten sich bereits aus ihrer Zeit am Gymnasium, hatten sich jedoch aus den Augen verloren, weil es Christian Sattler zunächst in die HBLA Schönbrunn nach Wien zog, später weiter nach Deutschland um zu studieren.
„Als ich ihn beim Völkermarkter Kirchtag wiedergesehen habe, musste ich ihn beim Tanzen erst auf mich aufmerksam machen“, erinnert sich Sabine Sattler. Das war vor elf Jahren. Gemeinsam besuchten sie die Theatervorstellung auf der Heunburg, wo es auch zum ersten Kuss kommen sollte. „Die Atmosphäre war bei offenem Feuer sehr romantisch“, geht Sabine Sattler ins Detail.
Nachdem 2005 die Hochzeitsglocken läuteten, erblickte auch Tochter Anja das Licht der Welt. Die Liebe ist nach wie vor ungebrochen, und Christian Sattler erweist sich am Valentinstag bestimmt als Rosenkavalier und wird seiner Gattin als Zeichen seiner Liebe Rosen und Blumen überreichen.
„Am meisten freue ich mich, wenn wir beide mal Zeit für uns haben und kurz verreisen“, verrät Sabine Sattler. Zuletzt waren sie im „Cirque du Soleil“ in London.
ZUR SACHE: DER VALENTINSTAG AM 14. FEBRUAR
Ursprung: Der Valentinstag am 14. Februar gilt als Tag der Liebenden. Das Brauchtum dieses Tages geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentinus zurück.
Märtyrer: In Frage kommen vor allem Valentin von Terni oder Valentin von Vitebo, die der Überlieferung zufolge das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben.
Kirche: Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. im Jahre 469 für die gesamte Kirche eingeführt, 1969 jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Verbreitet gibt es jedoch um den Valentinstag herum Gottesdienste, in denen Ehepaare
gesegnet werden.
Wirtschaft: An Bekanntheit gewann der Valentinstag im deutschsprachigen Raum durch den Handel mit Blumen, besonders jedoch durch die intensive Werbung der Blumenhändler und Süßwaren-Fabrikanten. Speziell für den Blumenhandel ist der Valentinstag einer der umsatzstärksten Tage im Jahr.
