9.9.2010 - „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“
Schwere Behinderungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Lernschwächen sind die Folge von Alkohol während der Schwangerschaft...
Gesundheitsexperten warnen vor den oftmals unterschätzten Folgen von Alkohol, denn diese können weitaus gravierender ausfallen als weithin angenommen: „Bereits innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt zeigen sich auffällige Symptome“, erklärt Oberarzt Dr. Martin Edlinger von der Kinderintensivstation im ELKI: „Die Säuglinge sind ungewöhnlich klein und dünn. Ihr Gesicht zeigt charakteristische Veränderungen. Zudem können Wachstumsstörungen und Fehlbildungen der inneren Organe auftreten, ebenso wie Schäden in der geistigen und motorischen Entwicklung. Aber auch Fehlentwicklungen von inneren Organen sind mögliche Folgen.“
Wenn die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat, kann das aber auch dazu führen, dass Kinder zwar keine äußerlichen sprich körperlichen Auffälligkeiten haben, sie sind aber sozial auffällig oder weisen Lernschwächen auf!“
Strikte Vermeidung von Alkohol!
Edlinger: “Eine sichere Grenze der Menge von Alkohol, bei der keine Gefahr für das Kind besteht, gibt es nicht. Deshalb sollten alle Schwangeren grundsätzlich auf den Konsum von Alkohol aber auch anderer Drogen und auch Nikotin verzichten. Alkoholikerinnen ist von einer Schwangerschaft abzuraten, solange sie ihre Sucht nicht bewältigt haben“.
Alkohol: häufigste Ursache für geistige Behinderung beim Kind
Die Statistik zeigt auch, dass die sogenannte „Alkoholembryopathie“ mit Abstand die häufigste vorgeburtliche Schädigung und auch eine der häufigsten erkennbaren Ursachen für geistige Behinderung ist. Jede dritte während der Schwangerschaft stark trinkende Frau bringt ein behindertes Kind zur Welt bringt
