ÖAAB-STRUGER: Abzocke bei Kinder- und Schülerbetreuung

Knapp 20-prozentiger Berufspendlerzuschlag ist letztklassig

In Villach gibt es rund 14000 unselbstständige Einpendler welche ihrer Arbeit im Villacher Stadtgebiet nachkommen. Es gibt in Villach mehr Stellen als Einwohner daher ist der Pendlerzuzug notwendig. Für Nicht-Villacher gibt es auch die Möglichkeit ihre Kinder in städtischen Betreuungseinrichtungen wie
> Kindergärten oder Schülerhorte unterzubringen. Bedauerlicherweise machen die Verantwortlichen der Stadt Villach in der Tarifordnung unterschiede zwischen Villacher und auswärtige Kinder, was absolut nicht nachvollziehbar ist.

Das kann's ja wohl nicht sein, dass die Kommunalabgaben an die Stadt Villach ohne Herkunftsunterschiede abkassiert werden, jedoch der Kinder- und Schülerbetreuungstarif unterschiedlich ausfällt. Eine soziale Staffelung ist in Ordnung, aber einen Unterschied zwischen Einpendler und Villacher Kinder zu machen ist eine Diskriminierung gegenüber der Arbeiterklasse.

Will man beispielsweise von der Gemeinde Treffen nach Villach zur Arbeit und gibt sein Kind in einem Villacher Kindergarten ganztägig ab, zahl man dafür knapp 200EUR monatlich. Einheimische kommen mit rund 165EUR aus, was gegenüber anderen Bezirksstädten immer noch sehr hoch ist. Bei den Schülerhorten sieht es ebenfalls sehr düster aus: Fast 150EUR monatlich zahlt der externe Schüler, rund 25EUR mehr als Einheimische. Ein fast 20-prozentiger Berufspendlerzuschlag für Leute die in Villach arbeiten und den Wirtschaftsstandort stärken, ist letztklassig und eine pendlerunfreundliche Familienpolitik der sozialdemokratischen Rathausmehrheit.
Eine Tarifsenkung ist Gebot der Stunde.

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