Kulturraum Bürgerspital: Knallharte Vorgaben für Kulturmanagement
Das St. Veiter Bürgerspital ist eine städtebauliche Kuriosität: Eine um einen langgestreckten Hof gelagerte, zweigeschossige gotische Bautengruppe aus dem 14. Jahrhundert bildet heute einen völlig in sich geschlossenen urbanen Raum in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums: Ein Dorf in der Stadt, das heute bereits als Kulturareal genützt wird und mit zu den schönsten Kulturviertel in Österreich zählt.
Von 1984 bis 1987 wurde die Anlage umfassend renoviert und weiterhin für Wohnzwecke, vor allem für sogenannte Startwohnungen, genützt. Im Herbst 2004, nach einer neuerlichen Renovierung, wurde das Bürgerspital als urbanes Kulturzentrum eröffnet. Das Output blieb über die Jahre angesichts der offensichtlich im Übermaß vorhandenen Ressourcen nur bescheiden.
Wirtschaftliche Reorganisation durch Kulturmanagement
Sowohl der zentrale Innenhof und auch der kleinere Hof des Bürgerspitals können zu einem urbanen Freiluft-Erholungsraum entwickelt werden. Einerseits kann die Beliebtheit der Höfe mit einem leicht variableren, gastronomischen Angebot auf moderatem Preisniveau gesteigert werden. Andererseits könnten Hofmöbel außerhalb des Lokalbereichs wie die MQ-Enzis für eine vermehrte Besucherfrequenz im Kulturareal sorgen. Die Enzis sind kombinierbare Multifunktionsmöbel, die vom Architektenteam PPAG (Anna Popelka und Georg Poduschka) entworfen wurden.
Die Veranstaltungen und Aktivitäten im Bürgerspital müssen ausgebaut und gebündelt werden und das STAMA Team um eine erfahrene Kulturmanagerin erweitert werden, die neue Prozesse und Aufgaben im Rahmen von vorher besprochen Zielen in der gesamten Stadt aber primär im Kulturviertel Bürgerspital implementiert . Auch die Nutzung der Bürgerspital Höfe soll dem Kulturmanagement obliegen, wie die Einbindung der Musikschule, des Filmklubs, der Trigonale Veranstaltung und des Vitus Theaters in ein völlig neues Konzept. Die Vorgabe muss knallhart lauten: Frequenzsteigerung und damit verbunden ein sichtbarer wirtschaftlicher Nutzen.
Ein erfahrenes Kulturmanagement plant, entwickelt und steuert Kulturprojekte oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im Bereich Kulturverwaltung kooperiert das Management mit der lokalen Kulturszene, stellt die Kulturprogramme zusammen, verwaltet die kulturell genutzten Räume und berät kulturelle Initiativen, Vereine oder unsere Privatbühne, das Vitus Theater. Das Management ist in einer kommunalen Kultureinrichtung beschäftigt , daher ist es für das Durchführen der verwaltungsreformerischen Maßnahmen zuständig, koordiniert den Kultur- und Bildungsbereich und leitet das Kulturzviertel. Außerdem arbeitet es mit den Ämtern für Fremdenverkehr und Tourismus und Stadtmarketing zusammen, in St.Veit/Glan mit dem STAMA , das seit vielen Jahren ein schlagkräfiges Team ist. Im Kulturmarketing bedarf es aber einer erfahrenen Kulturmanagerin, die die vorhandenen Ressourcen sichtet, ausbaut und auch ökonomisch auf feste Beine stellt. Reine Touristiker und Marketingleute mögen ihre Qualitäten haben.
Die Stadt hat eine derart reiche kulturelle Vergangenheit. Die knallhart zu nützen, hat das STAMA in St.Veit nicht geschafft. Eine Kulturmanagerin mit strengen Zielvorgaben kann die Kulturhauptstadt Kärntens und ihr Kulturareal Bürgerspital auf eine starke ökonomische Basis heben. Synergieeffekte für den Hotel- und Gastrobereich in unmittelbarer Umgebung des Areals und im Kulturviertel selbst, sind gesichert.
Pablo Picasso Ausstellung auf Hochosterwitz
Was in unmittelbarer Umgebung möglich ist, zeigt Graf Kari Khevenhüller: Ab 30. Juni bis Mitte September sind 61 Radierungen des Zyklus "Celestina" von Pablo Picasso auf der Burg Hochosterwitz zu sehen.
Links:
http://vitus-theater.com/
http://www.restaurant-vitus.at/
http://filmclub-stveit.at/
http://www.trigonale.com/
http://www.clubsanktveit.at/club-stveit/F_MICE/img...

