Retter für den "Fuchspalast"?
Wird der „Fuchspalast“ zum fünften Kärntner „Jufa“-Projekt? Fix ist, dass es im Hotel eine Erlebniswelt geben wird.
2011 wird zum Entscheidungsjahr für den „Fuchspalast“ in der Herzogstadt. „Wir wollen den ,Fuchspalast‘ verkaufen. Mit der ,Jufa‘-Gruppe würde es einen seriösen Interessenten geben. Ich führe mit ,Jufa‘-Geschäftsführer Gerhard Wendl bereits intensive Verhandlungen, mehr will ich darüber noch nicht sagen“, erklärt Bürgermeister Gerhard Mock.
„Jufa“-Land Kärnten
Ob es zum Verkauf oder nur zu einer Verpachtung kommen wird, das wird sich laut Bgm. Mock erst in den nächsten Monaten entscheiden. Kärnten wird somit immer mehr zum „Jufa“-Land. Mit „Campus Futura“ ist in Bleiburg bereits ein Hotel in Betrieb, zwei weitere werden derzeit auf der Hochrindl (Gemeinde Albeck) und in Weißbriach errichtet. Hinzu kommt noch das geplante Hotel in Knappenberg. Weiters im Gespräch ist ein von LH Gerhard Dörfler forciertes „Jufa“-Hotelprojekt in Feldkirchen.
Neuer Pächter für das Café
Bis entschieden wird, was mit dem „Fuchspalast“ tatsächlich passiert, wird dem Kunsthotel bereits ab 15. Jänner wieder Leben eingehaucht. „Wir haben das Kunstcafé an die Familie Jaritz verpachtet, mit den Auflagen, zusätzlich zum Tagesgeschäft den Hotelgästen Frühstück, Mittag- und Abendessen anzubieten“, erklärt Mock.
Im Parterre des Hotels, mit Eingang von der Friesacher Straße her, wird ein E-Mobilitätsgeschäft eröffnet. „Da wird es alles rund um die E-Mobilität geben. Es besteht bereits ein KTM-Vertrag. Betreiben wird das Unternehmen der Verein ,Impulse‘“, erklärt das Stadtoberhaupt.
Erlebniswelt im „Fuchspalast“
Fix ist auch, dass im „Fuchspalast“ die Erlebniswelt der erneuerbaren Energie der „Sonnenstadt St. Veit“ entstehen wird. „Vom Erdgeschoss im ,Fuchspalast‘ geht es mittels akustischen Wegweisern in den großen Saal im ersten Stock, wo in 3D-Technik alles rund um die erneuerbare Energie präsentiert wird“, erklärt Mock. Herzstück wird die Weltzustandsmaschine sein. Sie bringt eine Darstellung der momentan in St. Veit erzeugten und verbrauchten Energie. „Auf der Weltzustandsmaschine werden aktuelle Daten des über Photovoltaik- und Biogasanlage gewonnenen Stroms ebenso wie eingespeiste Energie durch Fernwärme dargestellt und im weltweiten Kontext präsentiert. Da wird gezeigt, wie St. Veit im Vergleich zu anderen Städten und Ländern weltweit steht“, erklärt Mock. Umgesetzt wird die Erlebniswelt bis spätestens Ende Juni. Die Kosten für die Adaptierung im „Fuchspalast“ finden sich in der Gesamtsumme vom Projekt „Sonnenstadt St. Veit“, die rund vier Millionen Euro betragen wird.
Strom für 800 Haushalte
Die finanziellen Mittel kommen vom Land Kärnten, der Stadt St. Veit, von privaten Investoren sowie aus EU-Töpfen. „Mit dem Geld wird Österreichs größtes zusammenhängendes Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Leistung von 1,5 Megawatt errichtet. Damit können rund 800 Haushalte mit Strom versorgt werden“, rechnet Mock.

