Auf der Suche nach Herwig Kampl

Stadtrat Herwig Kampl
 
Vater Siegfried Kampl, Bürgermeister von Gurk

Auf der Suche nach Herwig Kampl: 2007 wurde ein bis dato in St.Veit völlig Unbekannter von den BZÖ-Leuten mit einem etwas sonderbaren und nicht unverdächtigen Votum von 100 % zum BZÖ Stadtparteiobmann von St.Veit an der Glan gewählt. 2011 sorgt Kampl, wie schon einst sein Vater Siegfried Kampl, mit seiner Wortwahl für einen überregionalen Skandal. Woher kam der illustre Kampl? Wo sind dessen Wurzeln?

Der damals 46-jährige Herwig Kampl war zum Zeitpunkt seiner Wahl schon Leiter des Kärntner Unternehmerservice und war zuvor Generalsekretär der FPÖ in Salzburg, ein für die Landtagswahl 2004 befristeter Posten – nach dem Absturz der FPÖ war für Kampls Job kein Geld mehr vorhanden gewesen. Das „Kärntner Unternehmer Service“, eine Abteilung des Landes, hatte einst Jörg Haider geschaffen. Er hat sich für den Posten als Leiter interessiert und ist als einer unter mehreren Bewerbern zum Zug gekommen, sagte Herwig Kampl. Der FPÖ'ler Herwig Kampl hatte kein Problem damit, dass sein Chef, der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, BZÖ-Bundesobmann war.

Gerüchte über Kampls unkompliziertem Jobwechsel waren damals in Umlauf

Bedingung soll gewesen sein, dass Siegfried Kampl, Herwig Kampls Vater, auf den turnusmäßigen Vorsitz im Bundesrat verzichtet hat. Im Zusammenhang mit seinen Aussagen („Deserteure als Kameradenmörder“, und „einer "Naziverfolgung" in der Nachkriegszeit“) wurde Siegfried Kampl auch von BZÖ-Obmann Jörg Haider zum Rücktritt aufgefordert.
Es war vereinbart worden, dass der Gurker Siegfried Kampl sein Mandat zurücklegt und aus dem Bundesrat ausscheidet, was er dann auch tat. Der Deal soll auf höchster politischer Ebene eingefädelt worden sein.

Herwig Kampls "Versorgung" soll gewährleistet worden sein. Eine besondere Rolle bei dem Kuhhandel soll Rosemarie Blattl gespielt haben, eine gebürtige Kärntnerin, später FPÖ Politikerin in Salzburg. "Rosmarie hätte ihn zeitlebens unterstützt," meinte Herwig Kampl auf dringliche Nachfragen.

Heute ist Kampl senior Bürgermeister in Gurk und ließ unlängst gegen den massiven Widerstand der Kirche vor dem Dom die Jörg Haider gewidmete Skulptur "Verbindende Hände" aufstellen.
Herwig Kampls Großvater Franz war bereits 1934 der damals in Österreich verbotenen NSDAP beigetreten.

Im Jänner 2010 mutierte der einstige FPÖ-Generalsekretär und zu dem neuralgischen Zeitpunkt St.Veiter BZÖ-Stadtrat zum FPK-Stadtrat.

Mit markigen Sprüchen ("Die Klagenfurter Straße in St.Veit erinnert ihn an einem Vorort von Bukarest"; das Art-Hotel Fuchspalast bezeichnete er als Frühstückpension) hat sich der Sohn des Gurker Bürgermeisters zumindest in St.Veit als Populist einen Namen gemacht. Den St. Veiter Bürgermeister bezeichnet er immer wieder als "Eisenbahner": Als Eisenbahner, der nicht wirtschaften kann und als Eisenbahner, der kein Historiker sei.
Zudem ortete Herwig Kampl einst im Zusammenhang mit dem Mittwoch-Kulturabend im Fuchspalast in St. Veit an der Glan "Ein Überangebot an Kultur".

Erneuter nationalsozialistischer Rülpser im Haus Kampl

Zu einem veritablen Skandal kam es in der jüngsten Sitzung des St. Veiter Gemeinderates am 26. Jänner 2011. Anlass ist ein vorweihnachtliches Flugblatt der „FPK Die Freiheitlichen in St. Veit“, in dem FPK-Stadtrat Herwig Kampl Funktionäre der SPÖ als „Sozialistische Blockwarte“ bezeichnet. Nach Ansicht der St. Veiter SPÖ-Fraktion rund um Bgm. Gerhard Mock handle es sich dabei eindeutig um eine Diktion aus dem Dritten Reich, weshalb Bgm. Gerhard Mock den sofortigen Rücktritt von SR Herwig Kampl fordert. Die FPK-Fraktion reagierte auf ihre Weise darauf: Nämlich gar nicht.

Links:
Herwig Kampl und Alf

http://www.woche.at/sankt-veit-an-der-glan/politik...


Kampl und Egger als St. Veit Kritiker

http://www.woche.at/sankt-veit-an-der-glan/politik...

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