Diözese Gurk: Gräbersegnung in St.Veit an der Glan sorgte für Unmut
Tausende St.Veiterinnen und St.Veiter kamen am Allerheiligentag zum riesigen St.Veiter Friedhof. Da mehrere Laien bei der der Gräbersegnung halfen, zeigten sich Gläubige irritiert. Aber auch sonst lief einiges schief
In einer Kärntner Tageszeitung wurde Kritik von Gläubigen geschildert, die sich verwundert zeigten, dass Laien Gräbersegnungen vornahmen. Dechant Rudolf Pacher meinte dazu, dass schon seit mehreren Jahrzehnten Laien Gräbersegnungen vornehmen würden und dass dies mit der Größe des St. Veiter Friedhofes zusammenhinge. Gläubige beschwerten sich auch über die Kleidung der Laien. Pfarrer Rudolf Pacher meinte aber, dass die drei Laien dem Anlass entsprechend festlich gekleidet und gut auf ihre ehrenvolle Aufgabe vorbereitet worden waren.
Gräbersegnung unkoordiniert?
Um 13.00 Uhr wurde die heilige Messe bei der Friedhofshalle gelesen, anschließend fand eine Gedenkfeier statt und danach wurde die Gräbersegnung an über 6000 Gräbern vorgenommen, die sich jedoch sehr sehr lange hinzog. Eine St.Veiterin berichtete, dass sie und viele Gläubige in ihrer unmittelbaren Umgebung sehr lange am Grab auf die Segnung gewartet hätten und dann plötzlich ein Priester und ein Laie vorbeikamen. "Die Segnung schien sehr unkoordiniert, wenn nicht schon ein wenig chaotisch," meinte sie.
Fakt ist, dass Verwandte, die zur selben Zeit an Gräbersegnungen in Dörfern in unmittelbarer Nähe teilnahmen, sich schon sehr lange vorher bei kleinen Familienzusammenkünften, die zu Allerheiligen usus sind, einfanden und sich über die Verspätung der St.Veiter mehr als wunderten.
Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch bei allen Diskussionen, dass der Geistl. Rat Johann Fercher für alle Gläubigen sichtbar in sehr schlechter gesundheitlicher Verfassung war.

Über 6000 Gräber und nur fünf Personen zum Segnen, noch dazu darunter drei Laien! Aber da kommen doch auf einen über 1000 Gräber!!! Dass das etwas länger dauern kann, ist doch zu verstehen.
Aber hier ein Vorschlag für die nächsten Jahre: Ein Priester (Laien sorgten ja in St. Veit für Unmut) besprengt den ganzen Friedhof vom Hubschrauber aus mit Weihwasser. So müssten die Menschen nicht so lange vor den Gräbern warten....
Oder aber die, denen es nicht schnell genug gehen kann, nützen die Wartezeit für ein stilles Gebet und für paar Gedanken und Erinnerungen an die Verstorbenen. Dann würde ein Gräberbesuch am Allerheiligenfest in unserer schnelllebigen "ich will alles - und das sofort"-Zeit Sinn machen.