Hohe Erwartung vor dem Feiertag
In St. Veit hoffen die Händler auf viele Kunden – und auch auf ersten Schneefall.
(pp). Die Diskussion, ob zu Maria Empfängnis, dem katholischen Feiertag am 8. Dezember, ein ganz normaler Einkaufstag sein soll oder nicht, ist in den letzten Jahren spürbar weniger geworden. Die allermeisten Einzelhandelsunternehmen sperren auf und die Geschäftsleute versuchen natürlich auch an diesem Tag bestmöglich ihre Waren an den Mann beziehungsweise an die Frau und das Kind zu bringen.
Die WOCHE hat sich in der Stadt St. Veit bei einigen Kaufleuten erkundigt, wie sie den kommenden Feiertag einschätzen. Die Meinungen sind unterschiedlich. Bernhard Maringer, Inhaber von „Blickpunkt Optik“, ist in seiner Prognose eher zurückhaltend. „Voriges Jahr war nicht sonderlich viel los, daher lasse ich mich heuer überraschen“, meint der Optikermeister, der seine Kunden am Feiertag mit Glühwein und Keksen verwöhnen will, natürlich nicht nur, aber auch, um deren Kaufstimmung zu heben. Was das Sortiment betrifft, so hat ein Brillenfachgeschäft zumindest den Vorteil nicht völlig von der Wetterlage abzuhängen. Im Sportfachhandel sieht das Ganze natürlich anders aus.
Sehnsucht nach Schnee
„Wir sind optimistisch, warten aber schon sehnsüchtig auf den Schnee und hoffen, dass er möglichst bald kommt“, sagt Mario Ruehs, stellvertretender Filialleiter bei „Hervis Sports“. Und Ruehs weiter: „Leider ist es halt ein Faktum, dass bei langanhaltender Wärme die Verkaufszahlen einfach nicht gut sein können.“ Ähnlich sieht es Otmar Kriessmann, Filialleiter von „Northland“. „Wenn der Betrieb auf den Skipisten nur schleppend vor sich geht, dann trifft das natürlich auch uns. Wir sind aber optimal vorbereitet, hoffen auf niedrige Temperaturen und somit wird das auch ein verkaufsstarker Feiertag“, sagt Kriessmann.
Sehr zufriedenstellend
Sehr zuversichtlich vor dem Einkaufsfeiertag ist Christian Seidler, Inhaber von „Spielzeugland“ am Hauptplatz. „Der Feiertag im Vorjahr war sehr zufriedenstellend, heuer ist der Dezember auch schon gut angelaufen, wir sind überzeugt davon, dass auch dieses Jahr sehr viel los sein wird“, so der Spielwarenhändler.
Auch Herbert Reiner, Geschäftsführer von „Riki Reiner & Benetton“, freut sich schon. „Die Kunden haben den ganzen Tag Zeit, kaufen gerne ein und wir sind bestens darauf vorbereitet“, erwartet sich der Textilkaufmann einen regen Betrieb. Reiner ist sich sicher, dass auch die anderen Innenstadtkaufleute an diesem Feiertag gute Umsätze tätigen werden: „Wir bieten schließlich außergewöhnliche Sachen zum Schenken an, da ist vieles dabei, das man woanders gar nicht zu kaufen bekommt“, sagt Reiner.
Für viele Konsumenten bietet dieser Tag eine gute Möglichkeit, ihre Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

