Der dritte Fund in nur zwei Monaten
Größter Drogenfund in diesem Jahr: Rund zwei Kilo Cannabis wurden entdeckt.
(hh). Den bisher größten Drogenfund des Jahres im Bezirk haben Beamte des Bezirkspolizeikommandos St. Veit vor kurzem aufgedeckt. In einer Wohnung wurde eine Cannabis-Plantage gefunden. Es ist dies bereits der dritte Fund einer Indoor-Plantage innerhalb von zwei Monaten in der Stadt St. Veit. Der Trend nimmt immer mehr zu.
„Insgesamt haben wir rund zwei Kilogramm Cannabis in einer Wohnung im Stadtgebiet gefunden“, sagt Thomas Köfer, der mit seinem Kollegen, Kriminalbeamten Wolfgang Kloiber, als Suchtgiftteam des Bezirkspolizeikommandos St. Veit den Fall bearbeitet.
Hinweise aus dem Umfeld der beschuldigten Personen brachten die Kriminalbeamten auf die Spur. Als diese in die Wohnung kamen, fanden sie zwei Aufzuchtzelte vor, die man legal erwerben kann. „Aber auch Cannabiskraut und -Reste sowie Rauchgeräte waren am Tisch“, so Köfer. Bei Cannabis kommt es zu einem Rauschzustand und einer Bewusstseinsveränderung.
Trend zu Indoor
Indoor-Plantagen von Cannabis scheinen immer beliebter zu werden. Der Trend gehe laut Köfer immer mehr hin zu Indoor- statt Outdoor-Plantagen. „Man kann ungestört produzieren, hat einen höheren Wirkstoffgehalt im Cannabiskraut und die Gefahr, erwischt zu werden, ist geringer“, so Köfer. Heuer verzeichnete die Polizei im Bezirk zwischen 100 und 120 Anzeigen im Suchtgiftbereich, der jüngste Konsument war erst 14 Jahre alt. Zwei Drittel davon seien Jugendliche, davon wiederum fast zwei Drittel Personen ohne Beschäftigung. Das gefundene Cannabiskraut wird nun abgewogen, verpackt und an die Verwahrungsstelle des Landesgerichtes Klagenfurt übergeben, wo es vernichtet wird.
„Die Bevölkerung soll uns bei Hinweisen in diesen Fällen anrufen“, fordert Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig.

