Die brutale Realität

von Manuel Hofbauer aus Sankt Margarethen an der Raab | am 05.09.2010 | 275 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild

Es ist schrecklich, dass wenn man sich für eine gute Sache einsetzt immer jemand da ist, der dir das zunichte machen will. Das habe ich am eigenen Leib gespürt, als wir in Markt Hartmannsdorf die Filmvorführung „Leider kein Schwein gehabt – Schweinehaltung in Österreich“ geplant haben. Damit wollten wir eigentlich den kleinen regionalen Bauern helfen, dass sie wieder mehr ins Licht gerückt werden und nicht mehr von den großen industriellen Mastbetrieben verdrängt werden. Schlimm fand ich vor allem auch, wie die Politik vor der Landtagswahl mit den Leuten spielt. Ich musste von einem ÖVP-Mitglied hören, dass sie vor der Wahl nicht auf kleine Bauern schauen können, weil die großen Mastbetriebe mit ihren Betreibern mehr Stimmen bringen würden. Wo liegt da die Wirtschaftlichkeit? Ist es wirklich besser einen riesen Mastbetrieb mit oft miserablen Bedingungen für die Schweine in der Region zu haben, als 10 kleine regionale Bauern, die auf ihre Schweine achten und eine artgerechte Tierhaltung erlauben? Darin sehe ich keinen Sinn, nicht für die Politik und nicht für uns bewusste Konsumenten. Die Filmvorführung war jedenfalls ein großer Erfolg. Es entstand eine tolle Diskussionsrunde, in der Tierschützer, Schweinebauern und Konsumenten gleichermaßen ihren Standpunkt erläutern konnten. Meiner Meinung nach sollte es öfter solche Informationsveranstaltungen geben, um sich selbst ein Bild machen zu können.

Gabi Liebmann – JVP Obfrau Markt Hartmannsdorf

(Foto: von links: Manuel Hofbauer - JVP Umweltreferent Weiz, David Richter - VGT Vertreter)

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