"Zum Streiten bin ich nicht hier"

Bgm. Thomas Tschiltsch setzt auf eine gemeinsame Arbeit – sowohl innerhalb der Gemeindestube als auch mit der Bevölkerung.

Pölfing-Brunn: Pölfing-Brunn | Seit dem Juni 2011 ist Thomas Tschiltsch (SPÖ) Bürgermeister der Marktgemeinde Pölfing-Brunn und tritt damit das schwere „Erbe“ seines Vorgängers Horst Pölzl an. Die WOCHE sprach mit ihm über persönliche Ziele sowie Herausforderung und erkundigte sich nach dem Prüfbericht des Landes, der die zukünftige Arbeit in Pölfing-Brunn maßgeblich beeinflussen wird.

Was hat Sie angesichts der politischen Turbulenzen der vergangenen Zeit dazu motiviert, das Amt des Bürgermeisters in der Marktgemeinde Pölfing-Brunn zu übernehmen?
Einerseits das Interesse, in der Politik eine Führungsposition zu haben. Andererseits ist es in meiner selbstständigen Tätigkeit, der ich neben dem Amt als Bürgermeister nachgehe, eine meiner Hauptaufgaben, Prozesse zu optimieren. Auch in der Gemeinde Pölfing-Brunn müssen Prozesse – in verschiedenen Varianten – optimiert werden. Ich hoffe, ich kann aus der Privatwirtschaft einiges mitbringen und umsetzen.

Welche Prozesse müssen ihrer Meinung nach in Pölfing-Brunn konkret optimiert werden?
Ein Beispiel wäre ganz allgemein die Wertschöpfung. Und das fängt bei jedem Privaten an, denn klar ist: Ich kann nicht mehr ausgeben als ich habe. Unser Ziel ist ein ausgeglichenes Budget, die finanzielle Lage der Gemeinde ist das Um und Auf. Ein zweiter wichtiger Punkt ist das Gesprächsklima – sowohl innerhalb des Gemeindeteams als auch mit der ÖVP gibt es jetzt ein gutes Gesprächsklima. Es wird über alles offen diskutiert. Zum Streiten bin ich nicht hier. Eine gemeinsame Arbeit ist mir wichtig.

Wie möchten Sie nun bei der Bevölkerung punkten?
Ich hoffe, dass eine konstruktive Arbeit zählen wird. Punkten möchte ich mit Offenheit, Ehrlichkeit und vor allem durch eine gemeinsame Arbeit. Jeder ist gerne eingeladen, Ideen miteinzubringen, es können alle gerne mitarbeiten. Ich denke, nur so kann man unsere Situation retten.
In Pölfing-Brunn erwartet man den Prüfbericht der Gemeindeaufsicht. Wann wird dieser präsentiert und mit welchen Ergebnissen rechnen Sie?
Wann dieser präsentiert wird, weiß ich nicht. Ein Abschlussgespräch gab es bereits im November des Vorjahres, dort wurde die Vertraulichkeit ausgesprochen.

Mit Ende Februar soll Werner Harnisch als Geschäftsführer der Gemeinde-KG zurücktreten. Wird die Stelle nachbesetzt?
Es gibt keine Nachbesetzung in dem Sinne. Ich werde die „Nachbesetzung“ sein.

Wie gehen Sie mit dem Druck um, der auf Ihnen lastet?
Fakt ist, dass die finanzielle Lage bei uns sehr angespannt ist und es gibt natürlich schönere Zeiten. Man kann jetzt einfach nur aktiv mitarbeiten. Ich hoffe, es gibt Unterstützung vom Land. Druck werde ich dann spüren, wenn der Prüfbericht des Landes aufgelegt wird. Aber ich habe gewusst, wo ich mich da reinsetze und sehe das als Herausforderung.

 auf anderen Webseiten Facebook Twittern Senden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.