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12.03.2010 13:09 Uhr

Nicht alles beim Alten

Die Brucker Forstschule wird zu einem architektonischen Schmuckstück der Stadt Bruck. Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen.

1010_forstschule - Neue Schule in altem Bauwerk: Der Bau des holztechnologischen Zentrums und des Schülerheimes war eine Herausforderung für Architekt und Bauherrn. HACKL
Neue Schule in altem Bauwerk: Der Bau des holztechnologischen Zentrums und des Schülerheimes war eine Herausforderung für Architekt und Bauherrn. HACKL

Das holztechnologische Zentrum und das Schülerheim der Forstschule sind zwar bereits seit September fertig und in Betrieb, die offizielle Eröffnung fand erst in der Vorwoche statt.

Die bauliche Ausdehnung der Brucker Forstschule auf der gegenüberliegenden Straßenseite stellte für Architekt, Bauträger und Baufirmen eine große Herausforderung dar. Es galt, ein modernes Schulgebäude in ein altes, denkmalgeschütztes Bauwerk zu integrieren. „Bis wir zu einer gemeinsamen Zielformulierung kamen, vergingen einige Wochen gefüllt mit intensiven Diskussionen“, sagte Architekt Meinhard Neugebauer.

Im 13. Jahrhundert war das Gebäude ein Siechenhaus. Bis zum 20. Jahrhundert diente es als Krankenhaus, Altersheim, Armenhaus, Militärlager und Heeresspital. Von 1950 bis 2001 beherbergte es die städtische Musikschule. Es war Jugendherberge und Caritas-Notschlafstelle. Seit 2001 stand das Gebäude leer.

„Für die Stadt Bruck ist es ein Glücksfall, dass sich die Forstschule hier eingenistet hat“, sagte Bürgermeister Bernd Rosenberger. Die stadteigene Wohnbaugenossenschaft „Brucker Wohnbau“ hat als Bauträger fungiert.

Insgesamt wurden 4,5 Millionen Euro verbaut. Mit dem holztechnologischen Zentrum und Schülerheim ist erst ein Teil des Um- und Ausbaues der Brucker Forstschule abgeschlossen. Während der Umbauphase dient das holztechnologische Zentrum als provisorisches Schulgebäude, danach soll es das betriebswirtschaftliche Zentrum der Forstschule werden. „Wir können dadurch unser bestehendes Schulangebot ergänzen und verdichten“, sagte Direktor Anton Aldrian.

Zur Eröffnung kam Bundesminister Niki Berlakovich nach Bruck. Den Umbau in die Wege geleitet hat der damalige Umweltminister und jetzige Finanzminister Josef Pröll.

„Die Idee in Bruck überhaupt ein Biofernwärmenetz zu bauen, ist erst während der Planungsphase des Forstschulumbaues entstanden“, sagte Bürgermeister Bernd Rosenberger bei der Eröffnung.    

Autor Markus Hackl

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