So mancher Schifahrer ist erbost darüber, dass die Präbichl Bergbahnen ab nächster Woche den Einsersessellift auf den Polster aus wirtschaftlichen Gründen stark reduzieren möchten. „Der Samstag hat sehr deutlich gezeigt, wie vielen Schifahrern der Polster-Einser-Sessellift am Herzen liegt“, erklärt der Leobener Christian Pirkner, ein vehementer Befürworter für den Weiterbetrieb an allen Tagen der Woche.
„Mit diesem Lift steht oder fällt für viele die Attraktion des Präbichl-Schigebietes.“ Nach Ansicht Pirkners nähren sich seit Wochen Gerüchte, wonach die Eigentümer und Gesellschafter der Präbichl Bergbahnen planen, diesen Einser-Sessellift nur mehr an Samstagen und Sonntagen in Betrieb zu nehmen. „Es sind Tage dabei, da verzeichnen wir bei diesem Lift gerade einmal zehn bis 15 Beförderungen pro Tag. Das ist wirtschaftlich gesehen ein Wahnsinn“, erklärt der Geschäftsführer der Präbichl Bergbahnen Josef Löcker. „Laut Gesellschafterbeschluss werden wir nun die Beförderungszeiten etwas einschränken müssen.“
Und genau das kann Pirkner nicht verstehen. „Wenn wirtschaftliche Gründe zur Einschränkung des Betriebes führen, so ist dies zunächst einmal der falsche Weg, weil damit immer weniger Schifahrer kommen werden. So wird der Präbichl kaputt gespart“.
Für Pirkner wäre mit einer solchen Entscheidung auch eines klar, „dass sich Tagesschifahrer, Saisonkartenkäufer sowie Schiurlauber aus dem benachbarten Ausland getäuscht fühlen. Denn viele Schifahrer kaufen wohl eine Saisonkarte oder Wochenkarte im Vertrauen auf Inbetriebnahme sämtlicher angepriesener Lift-Einrichtungen.“ Löcker hofft, dass in dieser Sache noch ein Kompromiss gefunden werden kann. „Momentan passiert sehr viel auf der emotionalen Ebene. Ich habe nie gesagt, dass der Liftbetrieb künftig nur noch an Wochenenden sein wird. Vielmehr hängt es vom Wetter ab.“ Außerdem sei die Polsterstrecke nicht ganz ungefährlich und nur für geübte Schifahrer zu empfehlen, so Löcker. Sollte an Wochentagen schönes Wetter sein, könnte sich der Geschäftsführer vorstellen, den Liftbetrieb offen zu halten.
Christian Pirkner hat bereits eine Unterschriftenaktion initiiert. „Mit möglichst vielen Unterschriften können wir dem Eigentümer, die Marktgemeinde Vordernberg, mit Nachdruck zeigen, dass unter den Schifahrern höchstes Interesse besteht, diesen Polster-Klassik-Einser-Sessellift in Betrieb zu halten.“
„Sollte das nicht nützen, wäre eine stattliche Anzahl von Schifahrern und Bergfexen bereit, auf die Straße zu gehen und in Vordernberg mit Transparenten auf die Situation hinzuweisen.“
Autor Walter Kohlmaier







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