Abwanderungshilfe durch LH Voves und LH-Stv. Schützenhofer
Das Abwanderungstendenzen ein in ländlichen Regionen europaweit bekanntes Problem sind ist bekannt, aber in der Steiermark wird dies von politischer Seite auch noch gefördert.
So haben sich zwei, die einander vor der Wahl noch nicht riechen konnten, zusammengetan um die Obersteirermark, insbesondere die Mur-Mürz Furche auszuhungern.
Hatte man nach vielen Jahrzehnten der schwarzen Süd- und Oststeiermarkbevorzugung durch die üblichen Verdächtigen in diesem Dunstkreis wie Bauernbund etc. erhofft ein roter Landeshauptmann würde auch wieder strukturelle Verbesserungen des Mürztals vorantreiben, so hat man sich auf gut steirisch gesagt, geschnitten.
Nein, es wird Geld in die Stadt Graz und die Umlandgemeinden gepumpt die ohnehin schon von der anhaltenden Landflucht profitieren.
Es wäre Aufgabe der Politik diesen Entwicklungen ausgleichend entgegenzusteuern, aber dazu fehlt natürlich der Mut bzw. politische Gestaltungswille.
Es ist den vielen engagierten Bürgermeistern und Gemeinderäten zu danken, dass das Mürztal trotz allem noch sehr lebenswert ist und immer wieder Impulse gesetzt werden um der Abwanderung ein Schnippchen zu schlagen.
Hervorgehoben muß an dieser Stelle die Marktgemeinde Krieglach werden die unter der Führung der Fam. Schrittwieser, ihrer Gemeinderäte wie Ewald Rami zeigen, das auch in schweren Zeiten etwas auf die Beine gestellt werden kann, wie das große Sportzentrum das eben die Jugend anspricht und an die Gemeinde bindet, was durch schöne neue Wohnungen konsequent fortgesetzt wird.
Man muß dem Mürzzuschlager Bürgermeister ein Lob für den Wirtschaftspark in Hönigsberg aussprechen, für das Ausbauen der Sportanlagen, aber der große Wermutstropfen war und bleibt aber der Wohnbau.
In den alten Gemeindewohungen wollen die Jungen nicht mehr Leben viel Neues wird nicht gebaut, das ist aber nun leider einmal ein Lebensbereich ohne den eine Gemeinde nicht wachsen kann.
Natürlich muß man auch so fair sein und darauf hinweisen, dass die heutigen Probleme größtenteils nicht auf dem Mist der Kommunalpolitik gewachsen sind, sondern durch den Zusammenbruch der VEW und Mitarbeiterabbau der ÖBB am Bahnhof Mürzzuschlag von 1000 auf 80 Mitarbeiter, einfach von oben, wobei mit oben wieder einmal die lieben Sozialdemokraten gemeint sind, eine Stadt in ihren Strukturen nachhaltig geschädigt wurde.
Die Kindergeneration derer, die noch in diesen Betrieben gearbeitet haben sind zu einem großen Teil aus Mürz weggegangen, die Alten sterben schön langsam, da wurde 20, 30 Jahre also eine Generation lang nichts gemacht.
DIe heutige Generation ist natürlich noch mobiler, wobei man aber zuversichtlich sein darf, weil durch neu geschaffene Bildungseinrichtungen in der Region (FH, Facharbeiterakademie) sicher wieder viele gehalten werden können.
Es scheint so, das der große Abwanderungstrend in manchen Gemeinden wie Krieglach, Kindberg, Kapfenberg auf mittelfristige Sicht gestoppt werden könnte, in manchen anderen Mürzzuschlag, Bruck/ Mur wird noch gearbeitet werden muß um die Spirale zumindest angehalten zu können.
Kleine Gemeinden in ungünstigen Lagen werden sich irgendwann auf einem gewissen Level erholen, fallen aber nicht so stark ins Gewicht.
Traurig anzusehen sind natürlich Gemeinden wie Wartberg in denen zu den schlechten Zeiten noch jahrelange Mißwirtschaft am Niedergang der Gemeinde "gearbeitet" haben, natürlich unter sozialdemokratischer Führung.
Einen großen Dank muß man all jenen Wirtschaftstreibenden aussprechen, welche in der Region verblieben sind, und auf die ArbeitsKRAFT der Mürztaler gesetzt haben, was in einigen Fällen diese Firmen die Marktführerschaft gebracht hat.
Natürlich gibt es auch all jene Menschen die ihrer Heimat verbunden bleiben wollen, aber eben weiter weg fahren müssen um zu arbeiten.
Diese Menschen wurden bis dato vom Land Steiermark einmal im Jahr mit einer Pendlerbeihilfen unterstützt, leider ist die Landesregierung aber nicht mehr der Meinung Pendler wären ein wichtiger Teil dieses Bundeslandes.
Dabei sind es Pendler die tagtäglich in Ballungsräume wie Wien fahren, dort ihr Geld verdienen und somit massiv Kaufkraft in unser Bundesland tragen!!
Aus diesem Grunde sollte Hr. Voves diese Beihilfe nicht als Almosen sehen, sondern als gezielte Investition zur Stärkung der Kaufkraft in unserem Bundesland! Gelder die sonst nicht da wären, und im Falle einer weiteren Mißachtung dieser Bevölkerungsgruppe ausbleiben, und langfristig auch wieder einmal Abwanderung mit ihren bekannten unschönen Begleiterscheinungen zur Folge haben wird!
Ich bin der Meinung die Menschen in unserer Region haben die Kraft unser Mürztal wieder erblühen zu lassen, das sieht man tagtäglich, aber wir müssen uns auch im Klaren sein, dass es mit dem derzeitigen politischen Personal nicht funktionieren wird.
Es ist immer wichtig auf junges dynamisches zu setzen das aber auch altes schätzt und bewahrt.
Auf in bessere Zeiten für unser Mürztal, und unsere Leute!
Bin genau deiner Meinung, bin aus Wartberg und Pendlerin!!
glg