Maturareise: Jetzt meldet sich Schülerunion zu Wort
Eine neue Maturareisedestination in Nordzypern hätte der Renner für tausende Maturanten, Anbieter DocLX (X-Jam) und Reisepartner Ruefa werden sollen. Geworden ist es eine heikle Angelegenheit.
Nachdem das Außenministerium und Partner Sicherheitsbedenken äußerten (die WOCHE berichtete) meldet sich nun auch die Österreichische Schülerunion zu Wort. „Die direkte Einreise von Österreich in den besetzten Norden ist illegal, es gibt keine diplomatische Vertretung. Hinter dem Reisehotel befindet sich ein Munitionsdepot. Von all dem wissen die Schüler aber nichts, weil X-Jam diese Informationen zurückhält“, ist Lukas Peitler, Steirischer Landesobmann, besorgt.
Erschreckend sei auch das Hotel in dem die Maturanten untergebracht werden. „Es liegt direkt vor einem der größten Munitionsdepots in den besetzten Gebieten“, weiß die Schülerunion von der zypriotischen Botschaft. Das Außenministerium weist weiters darauf hin, dass das Fotografieren derartiger militärischer Anlagen verboten und strafbar ist und „zumeist streng gehandhabt“ wird. Dass diese Warnung ernst zu nehmen ist zeigt ein Beispiel vom März, wo Europaabgeordnete wegen Missachtung dieses Verbots von der Besatzungsarmee verhaftet wurden.
„Es wird schwer, über 7000 Reisenden zu erklären, dass sie keine Fotos machen dürfen“, so Peitler.

Den unverantwortlichen Veranstalter müsste sofort die Konzession für die Durchführung von Reisen entzogen werden.