Die Katze ist aus dem Sack

Retznei-Bgm. Detlef Gruber bleibt bis auf weiteres dem Steirischen Landtag treu. KK (Foto: KK)

Peter Sunko galt als designierter Nachfolger von Detlef Gruber im Landtag. Daraus wird vorerst nichts:

Mit offenen Augen und Ohren wurde im Vorjahr nach einem potenziellen Nachfolger für den SP-Landtagsabgeordneten Detlef Gruber Ausschau gehalten. Seit Bekanntwerden, dass Bürgermeisterkollege Peter Sunko (Wagna) erste Wahl ist, reißen Spekulationen rund um den Zeitpunkt, wann Gruber tatsächlich seinen Hut nehmen wird, nicht mehr ab.

Anweisung vom Chef?
Zwar niemals offiziell bekannt gegeben, dennoch hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Sunko schon Ende 2012 in den Steirischen Landtag einziehen werde. Wie man aus gut informierten Insiderkreisen nun hört, dürfte dieser Plan jetzt Geschichte sein. So hätte sich angeblich der oberste Chef, Landeshauptmann Franz Voves persönlich, gegen Peter Sunko ausgesprochen. Sunko, als strikter Gemeindereform-Gegner bekannt, hätte sich eben mit dieser Einstellung aus dem Rennen geworfen. „Das Gerücht mit dem Ruhestand bezieht sich, wenn überhaupt, auf die Schule. Ich könnte mit Ende 2012 in Pension gehen. Im Landtag ist es angedacht, dass es im Laufe der Periode einen Wechsel gibt. Das hängt aber von den momentanen Geschehnissen ab“, verhärtet Detlef Gruber den Verdacht auf Richtigkeit der Gerüchte.
Angesprochen auf die kolportierten Informationen winkt er jedoch ab: „Es ist weder das eine noch das andere Gerücht richtig.“ Zwar sei er von mehreren angesprochen worden, noch im Landtag zu bleiben, sieht die Beweggründe aber woanders: „Das hat sicher auch mit der Vorsitzführung des Gemeindeausschusses im Land zu tun. Ich mache das doch schon seit sechs Jahren. Dadurch ist eine gewisse Kontinuität gegeben“, mutmaßt Gruber.

Zeitpunkt steht nicht fest
Einen festgelegten Zeitpunkt für den Wechsel im Landtag gebe es jedenfalls noch nicht. „Das hängt davon ab, wie sich die Sache mit den Gemeindezusammenlegungen entwickelt“, so Gruber. Und auch schulisch möchte er sich mit seinem Abdanken noch Zeit lassen, findet doch 2013 wieder das Bundesjugendsingen statt. „Es wäre ein schönes Ziel für unsere kleine Schule, zum dritten Mal in die höchste Liga der Chöre hinein zu stoßen. Zwei mal haben wir es schon geschafft. Alle guten Dinge sind drei“, überlegt Gruber und schmunzelt: „Alle, die mich schon im musikalischen Nirvana sehen wollen, müssen noch ein bisserl warten!“

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