Kapfenberg an der Mur - Ein Denkanstoß für das Mürztal
Zuerst einmal muß man der JVP Bezirk Bruck für diesen Vorstoß großes Lob aussprechen, bleibt nur zu hoffen, das über Parteigrenzen hinweg die Notwendigkeit dieser Idee verstanden und aufgegriffen wird. Als Mürztaler habe ich mir aber natürlich auch meine Gedanken darüber gemacht und für mich ergab sich als sinnvollster Weg das Mürztal der drei Großgemeinden:
* Oberes Mürztal mit Zentrum Mürzzuschlag
* Mittleres Mürztal mit Zentrum Krieglach
* Unteres Mürztal mit Zentrum Kindberg
Über Namensgebung kann und soll natürlich diskutiert werden und die Ortsgrenzen habe ich bewusst ausgelassen.
Bei solchen Vorschlägen kommt meist der große Aufschrei des Identitätsverlustes, was aber durch das Beispiel Wien leicht entkräftet werden kann, denn dort hat nach wie vor jedes "Grätzl" seine eigene Identität, und diese wird auch bewahrt.
In Gemeinden unserer Größen ist das noch einfacher und wird auch so sein, abgesehen davon behält jede Gemeinde auch ihren Ortsbürgermeister, da es natürlich wichtig sein wird, das keine, besonders nicht die kleinen Gemeinden, über den Tisch gezogen wird.
Es würde sich einfach die Verwaltungseinheit vergrößern was angesichts des Überschreitens der 10.000 Einwohnermarke einen größeren Anteil am Finanzausgleich des Bundes bedeuten würde. Natürlich haben größere Gemeinden auch ein ungleich stärkeres Verhandlungsgewicht gegenüber Land und Bund und Partnern der Privatwirtschaft was Preisverhandlungen durch größere Mengen vereinfachen würde.
Das, Effizienssteigerung und Synergieeffekte würden Geld freimachen für Projekte die einen wirklichen Mehrwert für die Bürger bedeuten, im Gegensatz zur gegenwärtigen Situation wo manche Gemeinden kämpfen müssen um überhaupt die Grundversorgung zu garantieren!
Weiters wäre die Chance gegeben wieder dynamischere, lebendigere Zentren zu entwickeln was zur Besserung der Lebensqualität aller BürgerInnen führen würde.
In Zeiten knapper Budgets und massiver Abwanderung darf es keine Denkverbote geben, es müssen praktikable Lösungen gefunden werden die eine positive Entwicklung unserer Region garantieren.
Demokratiepolitisch wäre eine Zusammenlegung ein weiterer großer Fortschritt, da alte Strukturen aufgebrochen werden, aber genau das ist leider auch einer der großen Hemmschuhe dieser Ideen.
Die Angst einiger weniger, Privilegien zu verlieren, und nicht mehr nahezu Allmächtig zu sein, sondern sich aktiv mit Anliegen verschiedenster Gruppierungen zu stellen ist natürlich da, und das ist auch gut so. Man darf dem nicht nachgeben, sondern muß dem Anspruch einer Demokratie gerechtt werden: Das alle beteiligt sind.
Es ist also an der Zeit diese Reform anzugehen, so wie sie für unsere Region am Besten ist, weil eines ist klar: Zusammengelegt wird. Nur die Frage ist ob man es Selbstbestimmt macht in der Zeit, oder fremdbestimmt in der Not. Ich bin für ersteres.
