Schrittweise Senkung der Lebensqualität in Österreich
Aufgrund der Schuldenkrise der EU insbesondere in den PIIGS Staaten, wobei hier zurzeit besonders Griechenland hervorsticht, hat sich ein Negativphänomen, welches eigentlich in den 1980er Jahren begonnen hat, immer Stärker gezeigt: Der Wohlstandsverlust in der westlichen Hemisphäre.
Durch die immer stärkere werdenen dynamischen Gesellschaften wie Asien, Südamerika oder mittelfristig auch der arabische Raum wird die bisher dominierende westliche Gesellschaft immer mehr an den Rand gedrängt und das Stück des Wohlstandskuchens auch von anderen Akteuren in zunehmend stärkeren Maße eingefordert.
Und zwar nicht nur eingefordert, sondern es wird auch hart dafür gearbeitet, und jeder ist bereit sich seinen Platz zu erkämpfen, während bei uns Leute mit 55 großteils nur mehr davon reden wieviel Pension sie einmal kriegen werden.
DIese ganze Negativspirale wurde natürlich-wie sollte es anders sein- auch von (Unternehmens-)politik geradezu befeuert, indem aufgrund billigerer Löhne in Tiger-und Schwellenstaaten, die hiesige Produktion dort angesiedelt wurde, sodaß natürlich viel an know-how und realer Wirtschaftskraft verloren ging.
Im Gegenzug dazu tat sich ein anderes Betätigungsfeld in immer stärkerem Maße auf, und zwar das Anlage, Spekulationsgeschäft oder wie auch immer man diese Art von "Wirtschaft" nennen mag. Jedenfalls wurden einige wenige damit reich, der Gesellschaft im gesamten hat sie geschadet und auch die Weltwirtschaftskrise verursacht, die eigentlich keine WELTwirtschaftskrise war, sondern vielmehr eine Krise welche die westliche Welt weiter geschwächt hat im globalen Wettbewerb.
Dem Mitbewerb in anderen Teilen der Erde ermöglichte dies, günstig europäische Firmen und somit know-how aufzukaufen.
Durch diese ungünstigen Entwicklungen kam es auch dazu, dass der Lebensstandard durch kalte Progression immer niederiger wurde, das heißt die Löhne steigen langsamer als die Verbraucherpreise.
Natürlich sind die Löhne in Österreich im Großen und Ganzen noch sehr hoch, aber in vielen Bereichen gleich hoch wenn nicht sogar niedriger als vor 15 Jahren, zudem liegen da auch 15 Jahre Inflation dazwischen, als Ergebnis kalter Progression eben.
Einerseits ist dies natürlich eine sehr unerfreuliche Entwicklung, andererseits ist dies einer der Gründe warum die österreichische Wirtschaft noch handlungsfähig ist und heuer ein Plus von nahezu 3% erwirtschaften wird, wobei dazugesagt werden muß das dies der starken Verbindung zu Deutschland zu verdanken ist.
Weitere Gründe sind natürlich auch die nach wie vor starken Industrien die unser Land hat und junge innovative Start ups, und zu guter letzt die KMU's, das Rückgrat unserer Gesellschaft schlechthin.
Aber eben diese Firmen benötigen, um weiterhin erfolgreich zu sein, viele Fachkräfte, an denen leider Mangel herrscht. Dieser Mangel herrscht nicht, weil die Menschen hier nicht in der dazu Lage wären, sondern schlicht und einfach weil die ehemalige Arbeiterschicht, es ihren Kindern ermöglichen wollte einmal "was besseres" zu werden, somit wurde der Nachwuchs studieren geschickt.
An und für sich eine gute Idee, vor Allem wenn dann Studien betrieben werden, die Innovation hervorrufen und der Absolvent später einmal im besten Falle ein Unternehmen aufbaut oder zumindest durch seine Tätigkeit andere Arbeitsplätze schafft.
Leider gingen viele studieren um des Studieren willens, weil man ja auch wer sein will, denn Facharbeiter zu sein wäre ja eine Beleidigung für Herr/Frau Hochwohlgeboren.
Dies waren dann meist Studienrichtungen die weniger ergiebig sind und in weiterer Folge von einem prekären Beschäftigungsverhältnis ins nächste führen.
Es ist aber nunmal so, dass eine Volkswirtschaft auf lange Sicht nur überleben kann wenn sie auch einen großen Anteil an produzierender Realwirtschaft hat, die wirklich Cash macht und in andere Teile der Welt exportiert wodurch das Geld von diesen Orten hierher kommt, wo es dann im Besten Falle Arbeitsplätze sichert und durch sinnvolle Verwendung Bildung finanziert, welche wiederum in Innovation, gute Produktion münden soll.
Der Rest der überbleibt muß dann für soziales, Landesverteidugung, Infrastruktur verwendet werden damit die Gesellschaft auch stabil bleibt, und die Vorraussetungen für Wachstum gegeben sind.
Es wird meiner Meinung nach in Zukunft wichtig werden den Facharbeitern wieder den hohen Stellenwert einzuräumen den sie verdient haben schließlich sind sie es, die alles andere stützen, sei es jetzt der öffentliche Sektor, Dienstleistung oder intellektuelle die über die Arbeiterproleten die Nase rümpfen aber das von denen erwirtschaftete Geld sehr gerne in Form von Subventionen in Empfang nehmen!!
Um zurück zum Thema ders Wohlstandsverlustes zu kommen sollte noch gesagt werden, dass es vielleicht der Gesundung unserer Gesellschaft beitragen könnte wenn es wieder mal knapper wird, dann werden hoffentlich Werte die unsere Gesellschaft groß gemacht haben wieder in den Vordergrund gerückt.
Vielleicht gibt es dann wieder mehr Zusammenhalt, ehrliches Bemühen, Wertschätzen von Bildung, und echte Familienverbände.
Gerade durch diese nahezu pervertierte Art von Familienpolitik die in den letzten Jahrzehnten forciert wurde, die Familien systematisch auseinandertreibt, und damit auch Folgeprobleme verursacht wurde das Problem noch mehr verschärft, weil die Geburtenrate drastisch gesunken ist, schließlich ist es ja viel wichtiger sich selbst zu verwirklichen anstatt seinen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten indem man Kinder als gute Teile der Gesellschaft heranzieht, als Teile einer gesunden Gesellschaft die substanzielles erschafft und jedem ein Leben ermöglicht in Würde, Gesundheit und Freiheit ohne zu vergessen was man der Gesamtheit schuldet. Dies würde auch die Position unserer westlichen Zivilisation auf der Welt stärken.
