Cluster geht jetzt über die Grenzen

Der Cluster-Obmann Michael Velmeden vernetzt die Mitglieder in ganz Österreich und auch Europa

Der Mikroelektronik-Cluster strebt eine Kompetenzregion an und kooperiert mit nationalen Clustern.

„Die Unterstützung des Landes hat den Cluster handlungsfähig gemacht“, sagt Michael Velmeden, Obmann des Mikroelektronik-Clusters (me2c). Wie die WOCHE berichtete, sicherte Technologiereferent Harald Dobernig dem Kärntner Zusammenschluss von Elektronik- und Mikroelektronik-Unternehmen 240.000 Euro auf drei Jahre zu. Velmeden: „Nun sind wir an der Reihe und wollen tatsächliche Ergebnisse abliefern.“
Das vordringlichste Projekt für Clustermanager Stephan Payer ist die Zusammenarbeit mit der nationalen Clusterplattform. „Wir sind heuer im Lenkungsausschuss vertreten“, so Payer. Im Oktober sind die Cluster-Mitglieder Gastgeber für ein Arbeitsgruppentreffen in Villach.

Nationales Cluster-Projekt
„Wir setzen aber auch ein konkretes Projekt auf“, informiert Velmeden. Bis Ende November arbeitet der „me2c“ mit zehn weiteren Netzwerken aus ganz Österreich eine Strategie für Umwelt- und Energieinnovationen aus. Titel: X-Cluster-Ökoinnovation.
Payer: „Wir sind dabei Angebote und Bedarf zu erheben.“ Marktreife Innovationen werden derzeit in Kärnten – und auch in allen anderen Clustern – ausfindig gemacht. Ziel ist, „die oft schwierige Marktdurchdringung von Produktinnovationen mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen“. Intensive Kontakte pflegt der Cluster – er hat derzeit 40 Mitglieder mit insgesamt zirka 7.000 Mitarbeitern – nach Slowenien und in die Steiermark. „Wir möchten eine Kompetenzregion für sogenannte Clean Production entwickeln“, kündigt Velmeden an. Der Bedarf an sauberer Produktion bestehe in vielen Branchen – von Lebensmittelerzeugung bis hin zur Pharmaindustrie. Ein entsprechendes Projekt werde derzeit entwickelt.


Zur Sache - Vorhaben des Chip-Clusters:
Neue Mitglieder will man gewinnen. Nicht nur Elektronik-Unternehmen sind willkommen. Velmeden: „Wir sehen uns die gesamte Wertschöpfungskette an.“ Potenzial: 70 Firmen.

Qualifizierte Mitarbeiter: Der Cluster will „High Potentials“ aus dem Ausland für Kärnten begeistern. So will man spätestens 2012 an der Summer-University in Villach teilnehmen.

Automation: Innerhalb des Zusammenschlusses arbeitet man an Prozessinnovation. „Das Interesse der Mitglieder an Automation und Robotik ist sehr groß“, so Velmeden.


Autor: Gerd Leitner

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