,Billigreisen ins Land stützen!‘

Telewings-Chef Branko Popadic ist überzeugt, dass Kärnten Bil-ligreisen stützen soll

Reiseexperte hat eine Vision für den „toten“ Flughafen Klagenfurt. Kärnten Werbung soll zu Reisen zuschießen.

Läppische 299 Euro sind es, die Werner Bilgram für eine Woche Urlaub nimmt. Eine Woche im Vier-Sterne-Hotel mit Frühstück, inklusive Flug. Ziemlich billig also. Aber weit gefehlt – nicht Kärnten ist das Urlaubsparadies, in das der Ex-Kärnten-Werber zum Diskontpreis lockt, sondern die Mittelmeerinsel Zypern, wo der zum „ERS“ – Europäischen Reise-Service – abgewanderte Bilgram heute offenbar gute Geschäfte macht.

„Der Flughafen ist tot“
Für Branko Popadic, Chef des Reisebüros und –veranstalters „Telewings“, sind solche Angebote der richtige Weg – gerade für Kärnten; vor allem um den Klagenfurter Flughafen „zum Leben zu erwecken“. Denn der sei, so der Reiseprofi, „tot“. „Der Kärntner Tourismus muss neu mit einem großen Wurf beginnen.“ Und die Ideen für diesen „Wurf“ hat Popadic: „Die Kärnten-Werbung muss Angebote in der Vor- und Nachsaison stützen – so wie es andere auch machen.“
350 Euro kosten Charterflüge aus möglichen Zielländern wie Holland, England oder Skandinavien sowie eine Woche mit Frühstück in einem Kärntner Hotel, rechnet Popadic. Aber nur um 199 Euro ginge ein solches Angebot weg wie die heißen Semmeln. Macht einen „Fehlbetrag“ von 150 Euro. Popadic: „Der müsste aus dem Budget der Kärnten-Werbung gestützt werden.“

Verkaufen statt bewerben
Denn der 72-jährige Reiseexperte ist überzeugt, dass die bisher „rund zwei Milliarden Schilling, die in den letzten 20 Jahren in die Kärnten-Werbung geflossen sind, nichts gebracht haben.“ Denn Kärnten müsse gar nicht beworben werden („Kärnten können viele Ausländer nicht einmal aussprechen und ,Carinthia‘ kennt niemand“), sondern konkret verkauft. Mit Billigstpreisen ins Land geholte Touristen würden nicht nur in der Urlaubswoche viel Geld im Land lassen, sondern wären auch Botschafter im eigenen Land, glaubt Popadic.
20.000 neue Urlauber würden drei Millionen Euro Zuschuss kosten – rund ein Drittel des Budgets der Kärnten-Werbung. Popadic warnt: „Eines ist klar: Der Flughafen kann ohne konkrete Verkaufsangebote die nächsten paar Jahre nicht mehr aushalten – trotz der Bemühungen von Flughafen-Chef Johannes Gatterer.“


Autor: Uwe Sommersguter

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1 Kommentar zum Beitrag
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Alfons Lepej aus Sankt Veit an der Glan am 13.02.2012 um 07:32 Uhr  
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