Status Quo Austria Klagenfurt

Austria Klagenfurt-Präsident Matthias Dollinger sen. will die entscheidenden Schritte zur Sanierung des Vereins setzen und appelliert an mögliche Sponsoren

Mit den Worten "Es ist mir ein Bedürfnis, das Stadion in Klagenfurt zu beleben und die Austria Klagenfurt zu retten" begann Austria-Präsident Matthias Dollinger sen. die heutige Pressekonferenz. Dollinger: "Eines gleich vorab. Ohne die Mithilfe von Heimo Vorderegger hätten wir gleich Schluss machen können. Auch Dietmar Thuller hat uns wirtschaftlich geholfen."

Aus privater Tasche
"Wir haben bisher 300.000 Euro aus der privaten Tasche in den Verein investiert, um weitermachen zu können", so Dollinger und bedauert einen Umstand: "Wir haben mit Sponsoren gesprochen, die gesagt haben, wir helfen wenn alles ok ist. Doch das hilft uns in der jetzigen Lage nichts."

Drei Raten zu zahlen
Dollinger brachte eine Investorengruppe ins Gespräch, die bereits 330.000 Euro überwiesen hat, dieses Geld aber erst dann verwendet werden darf, wenn das Insolvenzverfahren über die Bühne ist. "Das Geld darf erst verwendet werden, wenn die Altlasten verschwunden sind", so Vorderegger. Dollinger: "Der weitere Fahrplan sieht vor, dass bis 44.000 Euro plus 50.000 Euro (zweite Summe steht bereits) bis 4. Oktober an den Masseverwalter zahlen müssen. Zwei Raten zu je 33.000 Euro müssen am 31. 12. 2011 und am 31. 5. 2012 überwiesen werden. Dann ist der Club saniert und schuldenfrei." Am Montag gibt es noch Gespräche mit der Stadt.

Der weitere Fahrplan sieht vor, dass die Investorengruppe, die Dollinger jun. "brachte", bei der Generalversammlung in drei Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt wird. "Dort wird ein neuer Präsident gewählt, ich rücke als Vize in die zweite Reihe und auch Vorderegger soll seinen bisherigen Job weitermachen", berichtet Dollinger. Nach Aussagen von Dollinger will die Gruppe der Austria eine Top-Mannschaft bescheren, die - vorausgesetzt die erwähnten Zahlungen gehen über die Bühne - in der nächsten Saison den Aufstieg in die "Heute für Morgen"-Erste Liga anpeilen soll. "Weiters wäre dank der Investorengruppe der Weiterbestand des Vereins für drei Jahre gesichert", so Dollinger.

Dollingers Gegenschlag
Dollinger lässt kein gutes Haar an seinen Vorgängern: "In acht Monaten wurden 1.250.000 Euro verpulvert. Da kann was nicht stimmen. Die Prüfung war damals aber in Ordnung, der Entlastung wurde zugestimmt. Aber dann tauchen nochmals 400.000 Euro an Leichen im Keller auf. Wir werden für das Tun dieser Herrschaften nicht gerade stehen. Das soll nun die Staatsanwaltschaft klären."

Vieles hängt von den Gesprächen am Montag mit der Stadt ab. "Sollten die Bedingungen nicht geklärt sein, werde ich als Präsident nicht vor dem Schritt zurückschrecken, den Betrieb zu schließen. Es wäre nur schade, weil eben diese Investorengruppe bereit ist, in Zukunft zu helfen, um den Fortbestand des Fußballs in Klagenfurt zu sichern", grübelt Dollinger.

Hoffen auf Sponsoren
Der Präsident appelliert an Unternehmen: "Wir würden uns freuen, wenn sich Sponsoren finden würden, die uns gerade jetzt helfen würden. Eine Summe zwischen 3.000 und 5.000 Euro wäre toll. Das Geld wird hinterlegt, d.h. wenn wir nicht weitermachen, bekommen die Firmen ihre Geld wieder retour."

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