Entscheidung über künftigen Klagenfurter Messepräsidenten vertagt
Bürgermeister Scheider möchte mit der Entscheidung über den zukünftigen Messepräsidenten warten – denn Langzeitpräsident Dermuth soll erst nach seiner Gesundung „ordnungsgemäß und würdig“ verabschiedet werden.
Sollte bis zur Eröffnung der Klagenfurter Herbstmesse am 8. September Dermuth aufgrund seiner Erkrankung weiterhin verhindert sein, nimmt WK-Präsident Franz Pacher die Funktion des Messepräsidenten ein. Laut Scheider würde Pacher den geplanten Nachfolger Dermuths, Matthias Krenn, nicht akzeptieren können, da er kein ÖVP-Kandidat sei. Scheider zur Haltung Pachers: „Ich sehe mich gezwungen, den Herrn Wirtschaftskammerpräsidenten zur Ordnung zu rufen, weil er offensichtlich die Messe als parteipolitischen Spielball missbrauchen will.“ Der zugrunde liegende Zwist ist wohl in Pachers Äußerung vom Donnerstag zu finden: Er möchte den 48%-Anteil der Stadt an der Messe der Wirtschaft übertragen. Für Scheider sei das „ein schlechter Witz“ und Pacher „agiere im Größenwahn.“
„Ich will aber keine verbrannte Erde, dafür ist mir die Messe viel zu wichtig“, stellte Scheider fest. Deshalb werde man sich noch genügend Zeit lassen, und den personellen Übergang an der Spitze des Messe-Aufsichtsrates möglichst in Übereinstimmung mit allen Mitgesellschaftern ordnungsgemäß vorbereiten.