Die Seebühne wird doch bespielt!

Gunzer: Warum er Austria Kärnten helfen will, was das Stadion wirklich kostet und welche Stars die Seebühne heuer rocken!

Klagenfurt. Finanz-, Wirtschafts- und Kulturreferent Vize-Bgm. Albert Gunzer (FPK) zu aktuellen Themen:

100.000 Einwohner:„Der Schlüssel zur 100.000 Einwohner-Marke ist die Universität – immerhin haben wir mehr als 10.000 Studierende in Klagenfurt“, so Gunzer. Gemeinsam mit der ÖH sei man dabei, „Vorteile für Studierende auszuarbeiten“, damit diese ihren Hauptwohnsitz in der Lindwurmstadt anmelden.
Weiters soll Klagenfurt „zur wirtschaftlichen und kulturellen Drehscheibe im Alpen-Adria-Raum“ werden. Zuzug erwartet sich der Wirtschaftsreferent durch „expandierende Betriebe“. Stolz ist Gunzer auf den Ausbau der Speditionsfirma Schenker, die ihren Standort ursprünglich nach Osteuropa verlegen wollte. „Es ist mir gelungen, die Firma in Klagenfurt zu halten – sie baut jetzt am Flughafen ihr Logistikzentrum.“ Mit Leben gefüllt wird wieder das Rothauer Hochhaus (ehemals Libro): „Die Firma Tauber, die Büromöbel verkauft, zieht ein – die Eröffnung ist im Mai.“

SK Austria Kärnten: Die Vorwürfe, dass die Stadt Klagenfurt einerseits bei den sozial Schwachen spart und andererseits Geld für den Fußball hat, weist Gunzer aufs Schärfste zurück: „Ich lehne dieses gegenseitige Ausspielen ab. Wir haben zwei Möglichkeiten gehabt: Wegzuschauen – dann wäre die Austria Kärnten in der laufenden Spielsaison in Konkurs gegangen – oder dem Verein in schwierigen Zeiten zu helfen. Die Stadt wäre dazu imstande, ein Darlehen von 800.000 Euro zu gewähren.“ Im März wird über ein Ja oder Nein entschieden – „ich alleine kann das ja nicht entscheiden. Es braucht eine Zweidrittel-Mehrheit.“ Gunzer: „Ich bin für die Rettung von Austria Kärnten, aber mit knallharten Auflagen: Es muss ein mit Fachleuten besetzter Beirat installiert werden, der jede Rechnung absegnet – bevor sie bezahlt wird. Des Weiteren müssen Spieler aus der Akademie zum Zug kommen.“

Stadion: Kritik übt Gunzer an der Sportpark GmbH: „Man muss ganz deutlich fragen, ob die da draußen das noch im Griff haben. Jeden Tag neue Zahlen vorzulegen ist hinterfragenswürdig. Ich werde denen jetzt auf die Finger klopfen.“ Von „gut bezahlten Managern“ erwartet sich Gunzer „ein schlüssiges Zahlenwerk“. Persönlich ist der Finanzreferent „für die Permanentmachung des Stadions“. Momentan sei er „auf der Suche nach der besten Finanzierungsvari-ante: Mir liegt ein Angebot über 15,5 Mio. Euro vor, das aber noch nicht verbindlich ist“, verrät Gunzer. Sollte die Stadt die Fertigstellung jetzt beschließen, müsse man zwar – wegen der neuen Baubewilligung – mit einer zweijährigen Vorlaufzeit rechnen, „Unsummen würde es aber keine mehr verschlingen, wie vom Sportpark kolportiert“, betont Gunzer. „Zu rechnen ist mit 300.000 Euro an zusätzlichen Kosten.“

Seebühne: Das Land Kärnten gab Ende Jänner bekannt, die Seebühne nicht mehr zu subventionieren. Jetzt verkündet der Kulturreferent der Stadt: „Die Seebühne wird im Sommer wieder bespielt!“ Drei Agenturen (Leodolter, Achatz und Schröder) bringen Veranstaltungen an den See.
Die WOCHE hat die vorläufigen Highlights: Seal (6. Juli), Konstantin Wecker, Jo Barnikel & Spring String Quartet (4. August), Roger Cicero & Big Band (5. August), Der Glöckner von Notre Dame (12. und 13. August), Harry Prünster (14. August), Stars am Wörthersee – Die Edlseer, Andreas Gabalier, Simone etc., Karl Merkatz (21. August), Bibi Blocksberg (4. und 5. September).

GLANZER

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2 Kommentare zum Beitrag
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Eva-Maria Leodolter aus Afritz am See am 25.03.2010 um 16:32 Uhr  
151
Martin Pöcher aus Sankt Veit an der Glan am 29.03.2010 um 11:21 Uhr  
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