Darabos unter Druck: Neuer Postenschacher

von Vanessa Pichler aus Klagenfurt | am 16.11.2011 | 505 mal gelesen | 1 Kommentar | 0 Bildkommentare | 3 Bilder
Verteidigungsminister Darabos steht unter Druck: Nicht nur in der CausaEntacher, auch bei der Bestellung des Abteilungsleiters „Materialstab Luft“ könnte er für Schadenersatz geradestehen.

Umfärberei, Postenschacher und Causa Entacher: Der Minister kommt nicht aus der Schusslinie.

Schlappe für Verteidigungsminister Darabos bei der Postenvergabe beim „Materialstab Luft“ beim Heer. Nun könnte der Minister für den Schaden, der der Republik entstanden ist, persönlich haften. Ein Gerichtsurteil bestätigt, dass er die Entscheidung traf, wer zu bestellen war.
Wie bekannt, wurde dem mindergeeigneten (roten) Kandidaten der Vorzug gegeben, der bestgeeignete Beamte umgangen. Pikant ist die Sache deshalb, weil die Republik per Gesetz von ihrem Minister Schadenersatz fordern muss. Außer, man lässt die Frist bis März 2012 verstreichen ...

Weiterer Postenschacher
Die freiheitliche Bundesheergewerkschaft sieht einen weiteren Fall von Umfärberei in derselben Abteilung. Dort soll der Sohn des roten Bürgermeisters der Heimatgemeinde von Darabos einen Job erhalten haben. FP-Gewerkschafter regt die Causa deshalb so auf, „weil es eigentlich einen Aufnahmestopp beim Heer gibt“.
„Einfach formuliert, warten beim heeresinternen Arbeitsamt 3.500 Beamte auf einen Posten“, fährt Haidinger fort, „da verstehe ich nicht, warum ein gelernter Maler und Anstreicher auf einen Verwaltungsposten gesetzt wird.“
Beim Verteidigungsministerium rechtfertigt man sich, der Posten sei Karenzvertretung. Doch: „Wir haben die Befürchtung, wenn die acht Monate vorbei sind, dass der Vertrag in ein unbefristetes Dienstverhältnis umgewandelt wird.“

Weiterer „Entacher“-Fall
Und die Freiheitlichen kritisieren den Minister bei einer Dienstversetzung eines Kollegen: Dieser wurde – wie Entacher – versetzt und bekam im April 2011 vor derselben Berufungskommission Recht. Seit sieben Monaten wartet der Oberstleutnant, dass er zurückkehren kann. Doch der Minister reagiert nicht.


Autorin: Karin Strobl

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