Strandbäder ringen um Gäste

von Sandra Glanzer aus Klagenfurt | am 01.09.2010 | 236 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild
Zu lachen hatten die Strandbadbetreiber heuer nur zwischen Mai und Juli. Der verregnete August bescherte ihnen ein Umsatzminus

Nasser August lässt Strandbadbetreiber stöhnen. Ein schöner September könnte Bilanzen noch retten!

Für die Strandbadbetreiber in Klagenfurt Stadt und Land verlief die Saison zwischen Mai und Juli sehr positiv – was sich im Vergleich zum Vorjahr auch mit einem Plus bei den Besucher- und Umsatzzahlen zu Buche schlägt.

Umsatzverlust von 15 Prozent

Während vor allem die Hitzewelle im Juli die Kassen klingeln ließ, blieb der August hingegen – aufgrund des schlechten Wetters – weit hinter den Erwartungen. Stadtwerke-Bäderchef Gerald Knes fasst zusammen: „Der starke Besucherrückgang im August sorgt bisher für einen Gesamtumsatzverlust von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“ Über ein Umsatzminus klagen auch das Strandbad Velden (neun Prozent) sowie das Strandbad Maiernigg (fünf Prozent). Mit dem Vorjahresergebnis mithalten können hingegen das Promenadenbad Pörtschach sowie die Strandbäder am Keutschacher- und am Rauschelesee.

Besucher schätzen die Ruhe

Noch besser erging es dem Strandbad Hafnersee, das sich sogar über ein leichtes Umsatzplus freuen kann. Robert Poscheschnig, Direktor des Seehotels Hafnersee: „Dieses Jahr hatten wir mehr Besucher als im Vorjahr, da das Bad ein weitläufiges Gelände zu bieten hat. Wir können den Leuten also mehr Privatsphäre und Ruhe bieten – das sind Faktoren, die in gewissen Altersgruppen mehr und mehr geschätzt werden.“
Dem September blicken alle Strandbadbetreiber grundsätzlich positiv entgegen. Hubert Wallner, Geschäftsführer vom Bad Saag, zählt auf die Prognosen der Wetterfrösche: „Der Herbst soll sehr schön werden, da ist noch einiges drin.“ Auch Silvia Hedenig, Bäderchefin des Parkbades Krumpendorf, ist zuversichtlich: „Ich hoffe, dass im September noch viele Leute die letzten Sonnenstunden genießen wollen.“ Sollte der Herbst also noch badetaugliche Temperaturen bringen, könnte das auch die Gesamtergebnisse der Strandbäder noch retten. „Die Leute machen ihre Tagespläne oft von den Wetternachrichten abhängig“, weiß Knes.

Autor: Sigrid Gösseringer

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