Pilzsaison zu Ende - Kontrollen gehen weiter
Pilzesammler sollten den heutigen Tag noch einmal ausnutzen, um sich auf die Suche nach den schmackhaften Waldfrüchten zu machen - denn das Pilzesammeln ist in Kärnten nur von 15. Juni bis 30. September in der Zeit zwischen 7.00 und 18.00 Uhr erlaubt. "Ab morgen, Freitag, ist das Sammeln teilweise geschützter Pilze bis zum nächsten Juni verboten. Aus Rücksicht auf unsere Natur und um unser Pilzvorkommen noch für viele Generationen zu sichern, stellen verantwortungsbewusste Pilzesammler ihr Hobby ab heute ein", appelliert Naturschutzreferent LHStv. Uwe Scheuch.
Wer sich nicht an die Pilzschutzverordnung hält und weitersammelt, dem drohen Strafen bis zu 3.630 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 7.260 Euro - denn gerade weil die Pilzsaison nun zu Ende ist, kontrolliert die Bergwacht weiter, um Verstöße gegen die Pilzverordnung zu ahnden.
17 Schwerpunktaktionen wurden bis zum 30. September durchgeführt, darunter 418 Autokontrollen. Insgesamt wurden ca. 350 Kilogramm Pilze beschlagnahmt, die größte Einzelmenge betrug 32 Kilo", erklärt Johannes Leitner, Leiter der Kärntner Bergwacht. 96 Prozent der Verstöße wurden von italienischen Staatsbürgern begangen.
"Die Kärntner Bergwacht ist befugt, Personen anzuhalten und auf deren Identität zu prüfen. Zum Zweck der Vorführung vor die Behörden dürfen angehaltene Personen auch festgenommen werden, Gegenstände dürfen in Beschlag genommen, Gepäckstücke und Fahrzeuge untersucht werden. Bei einem Vergehen wird Strafanzeige erstattet", so Leitner, der ebenso die gute Zusammenarbeit zwischen Bergwacht und Land Kärnten betont.
Auch die große Aufklärungskampagne in Zusammenarbeit mit der italienischen Corpo Forestale war im heurigen Jahr ein voller Erfolg - über 15.000 Pilzfolder in Italienisch und Slowenisch wurden verteilt. "Aus Rücksicht auf unsere Natur sollte jeder von uns das Ende der Pilzsaison akzeptieren und respektieren - nur so ist unser reichhaltiges Pilzvorkommen in Kärnten für viele weitere Jahre gesichert", erklärt Scheuch.
