Langfinger im Strandbad

Ein wachsames Auge sollten Badegäste auf Bargeld und Handys haben. Vor allem auf der sogenannten „KAC-Wiese“ treiben Langfinger ihr Unwesen

In den Strandbädern haben Langfinger wieder Hochsaison. Eine Diebesbande konnte bereits überführt werden.

An heißen Tagen können sich die Strandbäder wieder über klingelnde Kassen freuen. Mit der Zahl der Badegäste steigt aber auch die Gefahr, bestohlen zu werden.
Im Juni schlugen Diebe im Klagenfurter Strandbad vier Mal zu – „das ist außergewöhnlich wenig und sicher auch auf das schlechte Wetter zurückzuführen“, erklärt Anton Kumnig, Kommandant der Polizeiinspektion (PI) Villacher Straße. „Im Juli und August steigen die Diebstähle aber wieder an“, weiß der Chefinspektor. Bevorzugtes Diebesgut der „Strandbadtäter“ sind Handys und Bargeld. Am meisten gestohlen wird auf der „KAC-Wiese“, wo sich viele Cliquen aufhalten. „Jugendliche sind oft sehr unachtsam“, so Kumnig, der mit seinem Team heuer bereits eine Bande ausforschen konnte.

Erstmals weibliche Täter

Bei der Tätergruppe handelte es sich „zum ersten Mal um Mädchen: Sie geben vor, auf die Sachen von Badegästen aufzupassen, während diese ins Wasser gehen. Sobald die Badegäste zurück kommen, sind sowohl die Sachen als auch die ,Aufpasserinnen‘ verschwunden“, schildert Kumnig die Taktik der Diebe. Wie man sich schützen kann? „Das Wichtigste ist ein gesundes Misstrauen. Am besten ist es, seine Wertgegenstände in Kästchen zu verstauen.“
Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen das Handy weg sein, ist es ratsam, sich seine IMEI (International Mobile Station Equipment Identity)-Nummer aufzuschreiben. „Diese Nummer ist wie ein Fingerabdruck – sie kann nicht gelöscht werden.“

Alkoholproblem „im Griff“

Bei ihren täglichen Runden im Strandbad nehmen die Exekutivbeamten – gemeinsam mit den Bademeistern – vor allem die 12- bis 18-Jährigen unter die Lupe – auch im Hinblick auf Alkohol. „Am Strandbadgelände gilt ein Alkoholverbot für alle Unter-18-Jährigen.“ Kontrolliert werden auch Mineralwasserflaschen, da Jugendliche in der Vergangenheit den Alkohol in „neutrale Flaschen“ abgefüllt haben. „Das Problem haben wir aber mittlerweile gut im Griff.“
Gemeinsam mit anderen SeePolizeinspektionen ist die PI Villacher Straße auch täglich „am See unterwegs: Wir überprüfen, ob die Motorboote zugelassen sind und führen Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen durch.“

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