Neustart für die Innenstadt

Präsentierten die Ergebnisse des City Checks: Sigi Breiner, Ferdinand Roth, Karl Pack, Wolfgang Sauer, Hans Draxler und Florian Ferl (v.l.)

Mitte Mai startete eine Kooperation bestehend aus den Sparten Handel, Gewerbe und Handwerk, Tourismus und Freizeitwirtschaft und der Regionalstelle Hartberg der Wirtschaftskammer Steiermark gemeinsam mit der Initiative „Netz.Werk.Stadt“ einen City Check, ein Modell, wie historisch gewachsene Städte neues Leben und frischen wirtschaftlichen Schwung in ihre Innenstädte bringen können.
In einem ersten Schritt wurden mittels einer Umfrage unter den Innenstadt-Unternehmern Parameter für die Lebendigkeit und die Kompetenz von Klein- und Bezirksstädten in ihrer Rolle als regionale Einkaufsstädte überprüft. Und „Netz.Werk.Stadt“ Obmann Hans Draxler konnte eine durchaus erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen: „Allein die Tatsache, dass 80% der 80 Unternehmern an der Umfrage teilgenommen haben, zeugt vom hohen Interesse an der Thematik. Hartberg hat optimale Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Neustart.“
Fünf Erfolgsfaktoren
Die „Bausteine“ erfolgreicher Einkaufsstädte fasst Draxler unter den „5 A“ zusammen.
Konkret gemeint sind damit die Anfahrt (u. a. Leit- und Orientierungssysteme, Parklogistik), die Auswahl inklusive Leerflächenmanagement, der Auftritt (Öffnungszeiten, Marketing, Gemeinschaftswerbung), das Ambiente (u. a. Sauberkeit und Sicherheit) und A x 4, dazu zählt unter anderem das Einbeziehen der Peripherie in das Handelsstadtmarketing.
Parkdeck auf Schiene
Für den Hartberger Bürgermeister Karl Pack ist das Parkdeck in der Alleegasse wesentliche Voraussetzung für die weitere innerstädtische Entwicklung. „Im Herbst werden die Planungs- und Ausschreibungsarbeiten erfolgen, im Frühjahr 2012 werden wir zu bauen beginnen“, so Bgm. Pack zum weiteren Verlauf. Die Fertigstellung ist bereits im Herbst 2012 geplant. Damit einhergehen soll auch eine Neugestaltung der Fußgängerzone in der Wiener Straße, angedacht ist eine teilweise Überdachung. Seitens der Gemeinde wird es für den Prozess die bestmögliche Unterstützung geben, „alle Hausaufgaben können wir den Unternehmern aber nicht abnehmen.“
Handlungsempfehlung
Nachdem die ersten Ergebnisse auf dem Tisch liegen, geht es für Unternehmervertreter Ferdinand Roth jetzt ans Eingemachte. „Alle Beteiligten müssen an einen gemeinsamen Tisch, um die bestmöglichen Lösungen zu finden.“ Konkret angesprochen wurden von Roth einmal mehr gemeinsame Öffnungszeiten, ein kompetentes Leerflächenmanagement sowie ein passender Branchenmix. Die Ergebnisse des Checks werden jetzt in einen Katalog mit Sofortmaßnahmen sowie kurz-, mittel- und langfristigen Zielen einfließen. Nächster Schritt aus Sicht der Gemeinde ist die Zusammenführung des Stadtmarketings und des Tourismusverbandes und in Folge die Anstellung eines City-Managers, der dann auch die Agenden der Innenstadt-Vermarktung wahrnehmen soll. Eine Vorgangsweise, der sich auch die mehr als 30 anwesenden Gewerbetreibenden vollinhaltlich anschließen konnten.

 auf anderen Webseiten Facebook Twittern Senden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.