„Mit offenen Karten spielen“

NRAbg. Franz Glaser kämpft für die Erhaltung der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg. Foto: KK

NRAbg. Franz Glaser kämpft für die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg.

Betriebe wandern ab, neue siedeln sich erst gar nicht an, das Südburgenland wird zu einer Verliererregion - dies sind die Folgen, die durch die Einstellung der Bahnlinie Oberwart-Friedberg zu erwarten sind. Eine Firma kündigte bereits die Abwanderung vom Standort Rechnitz an. Der burgenländische VP-Nationalratsabgeordnete Franz Glaser stellte nun gemeinsam mit mehreren Kollegen eine neuerliche Anfrage an Verkehrsministerin Doris Bures (SP), deren Antwort „teilweise nichtssagend, teilweise erhellend war“, so Glaser.
Unter anderem wurde aufgefordert darzulegen, wie die in den Jahren vor der Schließung in die Bahnstrecke investierten 7 Mio. Euro nun ihre Wirkung entfalten könnten, ohne endgültig verloren zu sein. Das Ministerium argumentiert an dieser Stelle mit dem noch aufrechten Güterverkehr. Dass dieser jedoch ohne den Personenverkehr nur noch bis voraussichtlich Ende 2012 bestehen kann, wird in dem Antwortschreiben nicht erwähnt. Wie hoch die für die Strecke bisher aufgewendete Summe ist, wird aus Wettbewerbsgründen nicht bekannt gegeben.
Glaser dazu: „Es ist unzumutbar, dass solche Dinge verheimlicht werden. Ich fordere, dass man mit offenen Karten spielt.“ Der Abgeordnete appellierte gleichzeitig an alle regionalen Verantwortungsträger, sich geschlossen hinter die Interessen der Bevölkerung zu stellen.

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