Die Molkerei zog Bilanz

Die Verantwortlichen der Molkereigenossenschaft Hartberg, an der Spitze Obmann Karl Schuster, und Ehrengäste. Foto: Mayer

Die heimischen Milchproduzenten blicken auf ein nicht einfaches Jahr mit anfänglich niedrigen Preisen zurück, die aber in mehreren Etappen sukzessive angestiegen sind. Unter diesen Vorzeichen stand die Generalversammlung der Molkereigenossenschaft Hartberg, zu der Obmann Karl Schuster neben zahlreichen Mitgliedern auch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Berglandmilch Josef Pomper, Steirermilch Molkerei-Obmann und Berglandmilch-Vorstand Johann Pretterhofer und Kammerobmann Johann Reisinger begrüßen konnte.

Erfolgreiche Bilanz
Im Bilanzjahr 2010/11 wurden von 228 Lieferanten der Molkereigenossenschaft Hartberg rund 21,9 Millionen kg Milch an die Berglandmilch geliefert. Das bedeutet eine durchschnittliche Liefermenge von ca. 96.000 kg pro Betrieb und damit eine Steigerung, die mit 6,4 Prozent deutlich über dem Landesschnitt von 4,6 Prozent liegt.
Im Vergleich dazu die Zahlen aus dem Jahr 1993: Damals lieferten 736 Milchbauern 13,7 Millionen kg Milch (im Schnitt 18.580 kg). „Der Aufwärtstrend in den letzten Monaten stimmt mich vorsichtig optimistisch, mit einem Anstieg des Bruttopreises auf zurzeit 39,85 Cent pro kg lässt es sich trotz ständig steigender Betriebsmittel positiv wirtschaften“, so Obmann Schuster, der an die Einigkeit und Solidarität der Mitglieder appellierte. „Wir müssen auch beim Konsumverhalten Vorbild sein und verstärkt zu heimischen Produkten greifen.“

Blick in die Zukunft
Johann Pretterhofer und Josef Pomper berichteten von den aktuellen Aktivitäten der Bergland Milch, als zukunftsweisend werden die Integration der Tirol Milch und der Stainzer Milch, die Errichtung einer dritten Aufschnitt-Linie sowie die Entwicklung neuer Produkte, darunter ein Bergland-Mozzarella und ein Quargel erachtet.
Österreichweit wird die Berglandmilch von rund 16.000 Milchproduzenten mit rund 1.180 Milliarden kg Milch beliefert, das entspricht rund 40 Prozent der österreichischen Milchproduktion. Die Milch aus dem Bezirk Hartberg kommt in erster Linie nach Voitsberg und Stainz, wo sie zu Käse- und Frischmilchspezialitäten verarbeitet wird.

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