Die Autobahn als Vorteil nutzen

Verantwortliche des EFV Hartberg und externe Experten arbeiten auf Hochtouren am Projekt „Standortentwicklung“. Foto: Mayer

Vor rund einem Jahr wurde dem „Radio Hartbergerland“ von seinem Betreiber, dem Entwicklungsförderungsverband Hartberg, im wahrsten Sinne des Wortes „der Strom abgedreht“ und der Vorstand beschloss eine vollkommene Neuausrichtung.
Herausgekommen ist dabei das Projekt „Standortoptimierung Hartberg“, die Umsetzung wurde an das Regionalmanagement Oststeiermark ausgelagert. Erste Ergebnisse in Form einer „Stärken- und Schwächenanalyse“ liegen nun vor und wurden den Bürgermeistern und Sprechern der Kleinregionen im Rahmen eines Workshops präsentiert.
Das Resümee ist für den Obmann des Entwicklungsförderungsverbandes LAbg. Hubert Lang und seinen Kollegen Wolfgang Böhmer ernüchternd. Bei der Steuerkopfquote liegt der Bezirk Hartberg an letzter Steller aller 17 Bezirke in der Steiermark, im Bezug auf das Bruttoregionalprodukt, das Auskunft über Wirtschaftskraft einer Region gibt, rangiert der Bezirk österreichweit an 30. Stelle von insgesamt 35 Regionen. „Bisher hat es keine regionale Gesamtstrategie und kaum Kooperationen gegeben, Standortentwicklung und -vermarktung erfolgt auf Basis von Einzelinitiativen“, so LAbg. Lang.

Chancen für den Bezirk
Trotz dieser Fakten konnte Wilhelm Schrenk, einer der Autoren dieser Studie, auch Erfreuliches berichten. „Der Bezirk weist ein großes Potenzial auf, das es nun zu heben und zu entwickeln gilt.“ Konkret geht es dabei um eine aktive Nutzung der Autobahnstandorte, der Standortreserven an der B 54 sowie weiterer attraktiver Standorte im Bezirk. Die vorhandenen Stärkefelder „Ökologie und Innovation, Nahrungsmittel sowie Holzverarbeitung mir regionaler Rohstoffbasis“ sollen intensiv ausgebaut werden. Besonders hervorgehoben wurde die Tatsache, dass es unumgänglich sein wird, Kräfte zu bündeln und Trägerschaften von attraktiven Standorten zu stärken.

Langer Atem erforderlich
Schrenk betonte, dass diese Standortentwicklung einen langen Atem erfordern wird. Bis August 2012 wird vom Regionalmanagement mit Unterstützung von externen Experten, darunter auch Wirtschaftskammer-Regionalstellenleiter Florian Ferl und Robert Steinegger vom Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WK Steiermark, ein Katalog mit den attraktivsten Standorten im Bezirk erstellt. Diese potenziellen Standorte werden auch in die Standortdatenbank des Landes Steiermark (www.standortservice.at) eingespielt, zusätzlich gibt es für jeden Standort einen Kriterienausweis für mögliche Investoren. Das Projektvolumen beträgt rund 80.000 Euro, für das Projektmanagement zeichnet die Firma Pack Consulting (NRAbg. a. D. Jochen Pack) verantwortlich.

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