Kaibing: Klares Votum für Erhalt der Eigenständigkeit
Ein klares Ergebnis brachte die Volksbefragung zum Thema Gemeindezusammenlegung in Kaibing. Bei einer Wahlbeteiligung von 73,3 Prozent (228 gültige Stimmen) sprachen sich 79,8 Prozent (182 Personen) für die Beibehaltung der Eigenständigkeit aus, nur 20,2 Prozent (46) stimmten dagegen.
Eindeutiger Auftrag
„Für uns ein klarer Auftrag, im Sinne der Bevölkerung für die Eigenständigkeit der Gemeinde zu kämpfen“, so ein sichtlich zufriedener Bürgermeister Josef Lind, der die Gemeinde Kaibing als Modellgemeinde positionieren will. „Es wird sicher zu Zusammenlegungen kommen, in zehn Jahren können wir dann vergleichen, welches Modell sich als das bessere herausgestellt hat. Kaibing hat immer gut gewirtschaftet, ist schuldenfrei und hat das Recht auf Eigenständigkeit“, so Lind.
Sachliche Grundlage fehlt
Für SPÖ-Gemeindekassier Erich Paierl ist das Ergebnis nicht überraschend, aber in erster Linie eine emotionale Entscheidung ohne sachliche Grundlage. „Vor- und Nachteile der Zusammenlegungen sind der Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt viel zu wenig bekannt. Durch die Volksbefragung - der ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderates zugrunde liegt (Anmerkung der Red.) - haben wir uns die Verhandlungsposition mit den Nachbargemeinden genommen. Wenn wir den Willen der Bevölkerung ernst nehmen, müssen wir unsere Ablehnung bekunden.“
Schreiben an das Land
Mit diesem Hintergrund wollen die Gemeindevertreter in der nächsten Gemeinderatssitzung am 23. Jänner versuchen, ein gemeinsames Schreiben an das Land zu formulieren.
Während für Bürgermeister Josef Lind die weitere Vorgangsweise klar ist: „Wir wissen was die Bürger wollen und werden alles daran setzen, den Willen der Bevölkerung umzusetzen“, will SPÖ-Vertreter Erich Paierl mit seinen Fraktionskollegen in den nächsten Tagen überlegen, wie es aus Sicht der Sozialdemokraten weitergehen soll.
