Online-Shopping als Stressfaktor
Einkaufen im Internet ist auf dem Vormarsch. Attraktiv ist das Online-Shopping aber nicht für alle Arten von Waren.
Rund 42,5 Prozent aller Österreicher haben laut Statistik Austria im Vorjahr über das Internet eingekauft. Während der Großteil vor allem Bücher und Zeitschriften auf diesem Wege erwirbt (43,5 Prozent), sind es bei elektronischen Geräten (25,5 Prozent) und Haushaltsgütern (22,5 Prozent) wesentlich weniger.
Die Gründe dafür sind vielfältig. So hat „Service Value“ etwa erhoben, dass man in Sachen Service beim inhabergeführten Elektronikhändler wesentlich besser aufgehoben ist als im Internet-Shop. Ketten und Online-Anbieter können laut diesem Ranking beim Serviceniveau nicht mithalten.
Der Einkaufsstress
„Service Value“ hat außerdem herausgefunden, dass mangelnde Orientierungshilfen und schlechte Beratungsqualität bei knapp 40 Prozent der Kunden Stress aufkommen lassen. Während dies bei Online-Händlern – je nach Qualität der Website – sehr unterschiedlich ist, heben sich hier auch die kleinen, inhabergeführten Elektronik-Geschäfte mit einem stressfreierern Einkauf von den großen Handelsketten ab.
Auch das Risiko für Betrug, das im Internet so hoch wie sonst nirgendwo ist, lässt viele gerade bei teureren Elektronikartikeln lieber den Weg ins Geschäft wählen, hat man herausgefunden.
Laut VKI sind übrigens fast 90 Prozent der Beschwerdefälle ausländischen – vor allem deutschen – Anbietern zuzurechnen. Bei österreichischen Anbietern gibt’s vergleichsweise wenig Probleme.
„Beim schnellen Preisvergleich fallen manchmal absurde Versandkosten oder Infos zur Verlässlichkeit unter den Tisch. Am Ende relativiert sich so das Schnäppchen“, kennt Christine Dressler-Korp, Obfrau der Fachgruppe Elektro- und Einrichtungsfachhandel in der Steiermark, die Schattenseiten des Online-Shoppings, wenn Preissuchmaschinen als neue Kaufberater dienen.
