Bauern teilen sich Mitarbeiter

Schon am Steuer: Der neue Angestellte wird den Landwirt unterstützen – Gerald Wichtl (Mitarbeiter des AGZ-Projektes) und Wolfgang Schadler (Betriebsleiter und Landwirt in Gnas). Foto: lfi (Foto: lfi)

Hilfskräfte für die Landwirtschaft sind schwer zu finden. Landwirte aus Feldbach haben nun gemeinsame Angestellte.

Erntezeit ist Hochsaison. Aber auch zu vielen anderen Zeitpunkten im Jahr geht die Arbeit in der Landwirtschaft nicht aus. Die meisten Landwirte können sich aber einen Angestellten für das ganze Jahr nicht leisten. Einige Bauern in Feldbach haben nun aus der Not eine Tugend gemacht und teilen sich Vollzeitmitarbeiter.

Arbeitgeberzusammenschluss

Mit Projektpartnern wie dem Arbeitsmarktservice haben sie einen so genannten Arbeitgeberzusammenschluss auf die Beine gestellt. Anstatt wie bisher also immer nur kurzfristig bei Bedarf Arbeitskräfte zu organisieren und zu beschäftigen, teilen sich die Betriebe nun fixe landwirtschaftliche Angestellte, die sie das ganze Jahr über beschäftigen.
„Darüber hinaus wird es für die Betriebe immer schwerer, überhaupt Hilfskräfte zu organisieren“, weiß der Projektpartner und Arbeitsmarktservice-Steiermark-Chef Karl-Heinz Snobe. „Mit einer attraktiven Ganzjahresbeschäftigung im Angebot steigen diese Chancen deutlich und das AMS kann ungleich besser betreuen“, erklärt Snobe weiter.
Insgesamt nehmen bereits 23 Betriebe an diesem Projekt teil, die wiederum in vier Regionalgruppen (Raabtal, Gnas, St. Anna und Vulkanland) aufgeteilt sind. Die ersten beiden Vollzeitmitarbeiter sind bereits seit Mai des heurigen Jahres im Einsatz. Laufend finden Gespräche mit weiteren interessierten Betrieben statt.
Die anfallenden Arbeiten sind dabei so abwechslungsreich wie die Betriebe selbst: Von der Pflege von Gemüsetunnels, Obst- und Weingärten über die Direktvermarktung, den Transport und Büroarbeiten bis hin zu Maschinenwartungen, Erntearbeiten und dem Buschenschankbetrieb reicht das Spektrum.

Suche nach Mitarbeitern

Zum Anforderungsprofil der Bewerber gehört deshalb nicht nur ein gewisses Naturverständnis, sondern auch Mobilität und die Bereitschaft zum Einsatz in unterschiedlichen Arbeitsgebieten. Bisher hat das AMS Feldbach rund 30 Einzelgespräche mit möglichen landwirtschaftlichen Mitarbeitern geführt.

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