Nachruf auf Michael Fuchs
Ein Anruf war es, der alles plötzlich so unwichtig macht. Es ist doch vollkommen egal, ob der SK Sturm sich heuer zum Meister krönt oder nicht. Es ist doch vollkommen egal, ob die 99ers im nächsten Jahr stärker sind oder nicht. Wenn man am Telefon mit der Nachricht konfrontiert wird, dass ein guter Freund unerwartet, so plötzlich und vor allem noch so jung verstirbt, dann zählen keine Tore, keine Meter und keine Sekunden mehr.
Dass Ex-Gratkorn-Trainer Michael Fuchs am Montag mit 38 Jahren aus dem Leben schied, versetzte Familie, Freunde und Angehörige in einen tiefen Schock. Die ganze Fußballfamilie im Grazer Raum trauert um den sympathischen „Fuchsi“, wie er gerne genannt wurde. Kaum einer war mit so viel Leib und Seele Fußballtrainer wie er. Kaum einer hat sich so ins Zeug gelegt, getüftelt und war so bemüht, immer das Optimum rauszuholen wie er. Er führte den FC Gratkorn in die Erste Liga, wurde mit ihm 2007/08 sogar Vizemeister und war hauptverantwortlich dafür, dass die Gratkorner seit Jahren Fixbestandteil in der Ersten Liga sind und immer wieder junge Fußballer den Sprung ins Profigeschäft geschafft haben.
Lieber Michi, du hinterlässt nicht nur bei deiner Nina, deinen drei Kindern Valentina, Elena und Nicolas und deinen Angehörigen und Freunden eine riesengroße Lücke, sondern auch im Fußball. Um in der Sportlersprache zu bleiben: Deine zweite Halbzeit hat am Montag begonnen. Deine erste war höchst erfolgreich, so erfolgreich, dass wir uns einiges abschauen haben können, worum es im Leben wirklich geht! Letzte Grüße von einem Freund!
