,Jetzt starten wir in Phase zwei‘
Ex-Team zu Gast: Coach Mario Richer baut gegen Salzburg auf einen 99ers-Plan.
Es war wohl ein ganzer Brocken Eis, der dem 99ers-Coach Mario Richer am Sonntag beim 7:1-Sieg seiner Truppe vom Herzen gefallen ist. „Gute Leistung ist manchmal nicht alles – irgendwann muss auch einmal das Resultat stimmen“, schnauft Richer durch, bevor sein Augenmerk schon zum nächsten Spiel am Freitag (19.15 Uhr) wandert: Die Salzburger Bullen laufen in die Arena ein.
„Dieses Team kennt jeder Trainer der Liga ganz genau. Da hilft es mir nicht viel, dass ich die letzten zwei Jahre dort an der Bande gestanden bin“, schmunzelt der 45-jährige Kanadier etwas verschwiegen. Der Schlüssel zum Erfolg gegen Salzburg? „Sie sind ein extrem schnelles Team, wir müssen Speed rausnehmen und dürfen uns nicht mitreißen lassen.“
Der 8-Phasen-Plan
Doch nicht nur das ist der Plan des Kanadiers. Es gibt auch einen längerfristigen, einen 8-Phasen-Plan. „Ich teile die Saison in acht Teile zu je fünf Spiele ein. Der Sieg gegen Znojmo am Sonntag war Spiel sechs – der Beginn der zweiten Phase“, erklärt Richer. Mit einem Blick auf die Statistik ist es nicht schwer zu erraten, was das sportliche Ziel der ersten Phase war. Richtig, das Powerplay! Die „Schwachstelle“ der letzten Saison entwickelt sich schon fast zu einer 99ers-Waffe. „Ich halte zwar nicht viel von Statistiken, aber ich bin zufrieden mit den Fortschritten der Mannschaft“, analysiert der Coach kühl, „wir haben uns Unmengen an Videos angeschaut und alles genau analysiert.“
Ganz einfach, oder?
Die genaue Abfolge des weiteren Plans lässt sich Richer nicht entlocken. „Nur so viel: Jetzt müssen wir vor allem am Backcheck arbeiten. Meine Spieler müssen schneller wieder zurücklaufen, um der Defensive zu helfen. Schaffen wir das, wird Phase drei sicher erfolgreicher.“
„Step by step“ soll’s bei den 99ers also aufwärts gehen. Die gesamte Weisheit packt Richer mit einem Lachen am Ende simpel zusammen: „Einfach mehr Tore schießen und weniger bekommen.“
