Im Rink mit dem Sheriff

Guillaume Lefebvre hatte beim "Sparing" mit unseren Hobby-Cracks sichtlich Spaß. (Foto: Wolf)

„Where are your goons?“ Guillaume Lefebvre freute sich schon merklich auf unsere schlagkräftigen Hobbycracks. Für die WOCHE öffnete der „Sheriff von Liebenau“ seine Trickkiste und weihte drei Eishockeyspieler (siehe Bilder unten) der NHL Graz in die Geheimnisse im Duell Mann gegen Mann ein.
„Ich will das Fighten jetzt nicht bewerben und Kinder sollten es schon gar nicht tun. Aber es gibt im Hockey eben Prinzipien und dafür trete ich ein“, stellt „Gui“ klar, „was ich bei meinem Wechsel zu den 99ers gleich einmal bemerkt habe ist, dass in Nordamerika die Mentalität eine andere ist – dort überlegst du dir einen unfairen Check zweimal, weil du gleich eine auf die Mütze kriegst. Hier wird mitunter schmutziger gespielt.“
Worauf kommt’s nun aber bei einem fairen „Infight“ an? „Das Wichtigste ist die Balance. Wenn du einmal unten bist, ist’s fast unmöglich, wieder aufzustehen.“ Sagt es und hat in der nächsten Sekunde Christoph Leinmüller, einen der tapferen Hobbycracks, unten am Eis. „Ja, er hat halt schon einen schönen Ärmel“, kommt’s von dem anerkennend zurück.
Privat lieber ins Museum
„Eine der wichtigsten Grundregeln ist auch, dass ihr immer versucht, den Kopf oben zu behalten und den Gegner zu fixieren.“
Privat ist der Kanadier (der zuletzt am Sonntag Laibachs Hocevar „Respekt“ lehrte) die Zurückhaltung und Höflichkeit in Person, besucht liebend gerne Museen und hält so gar nichts von seinem Ruf als „Bad Boy“ der Liga. „Ehrlich gesagt würde ich lieber durch meine anderen Leistungen am Eis im Mittelpunkt stehen.“ Mit zwei Doppelpacks ist ihm das in den letzten Partien ja auch bestens gelungen. Und so nebenbei tut’s dann auf der Tribüne aber doch irgendwie gut, wenn man weiß, dass im altehrwürdigen „Bunker“ wieder ein echter „Sheriff“ für Recht und Ordnung sorgt.

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