Zuerst predigen, dann verhindern
Ständig gibt es irgendwo eine Studie und fast täglich hört man, dass unsere Kinder zu dick sind, zu wenig Sport betreiben und zu viel vorm Computer hocken. Und alle Politiker, Experten und sonstigen wichtigen Entscheidungsträger stimmen mit ein: „Ja, dieses Problem müssen wir gemeinsam angehen. Kinder zum Sport!“ Schön, wenn alle an einem Strang ziehen ...
Die Wahrheit sieht nur leider anders aus. Denn sobald es ums liebe Geld geht, zählt das alles nichts mehr. Das ist derzeit auch in der Causa „Mietpreise für die Eishalle“ der Fall. Da gibt es viele Vereine, zahlreiche ehrenamtliche Funktionäre und Trainer, die dafür sorgen, dass junge Eishockeyspieler und Eiskunstläufer Sport betreiben. Denen wird plötzlich ein finanzielles Hindernis in den Weg gestellt, sodass sie um ihre Zukunft fürchten.
Typisch österreichisches Phänomen: Zuerst wird gepredigt, wie wichtig der Sport ist, und gleich im Anschluss wird dessen Ausübung verhindert! Echt beschämend ...

Als betroffener Spieler und Funktionär eines Grazer Landesligavereins kann ich über die Vorgangsweise der Messe Graz und Stadt Graz nur den Kopf schütteln.
Und möchte diesen Zeilen von Heri Hahn vollstens bei- und zustimmen.
Wir, die Yellow-Submarines Graz, müssen uns heuer sehr ernsthaft überlegen, ob wir es unter diesen Umständen nicht lieber sein lassen sollen :-(
Ich hoffe in unserem Namen und im Namen aller Grazer Eishackler (jung und alt), Eiskunstläufer, Short-Tracker und Eisschützen, dass es hier noch zu einer vernünftigen Lösung kommt.
Mit dem steirischen Eishockeyverband wurde schon Kontakt aufgenommen, es laufen Gespräche, unsere Unterstützung für Gegenmaßnahmen ist da!!!
Und bis dahin empfehle ich den Verantwortlichen von Eishalle und Stadt, sich nochmals ernsthaft hinzusetzen und zu verhandeln!!!
M.Nußmüller,
EC Yellow Submarines Graz