Schwarze Gewerkschaft für Vermögenssteuer
Steirerblut ist kein Himbeersaft – das haben die Granden der Volkspartei in den vergangenen Monaten des Öfteren zu spüren bekommen.
Und nun ist es wieder so weit: Franz Gosch, Chef der steirischen Christgewerkschafter (FCG), fordert von seiner Partei beim Thema Reichensteuer eine Kurskorrektur: „Vermögensbezogene Steuern machen in Österreich 1,3 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus, im EU-Durchschnitt sind es 5 Prozent. Angesichts dieser Zahlen kann man von beiden Regierungsparteien erwarten, dass sie eine seriöse und sachliche Diskussion darüber führen, ob und wie das zu ändern ist. Diese Diskussion fordere ich ein“, so Gosch.
Auslöser für seinen Vorstoß ist der umstrittene Plan von Finanzministerin Maria Fekter, steuerliche Begünstigungen bei Abfertigungen einzuschränken. Ein Vorhaben, das den FCG-Chef auf die Palme bringt: „Die ÖVP ist eine soziale Integrationspartei, deren Aufgabe es ist, Menschen, die jeden Tag durch ihre Leistung ihren Lebensunterhalt verdienen, zu schützen und nicht zu schröpfen.“ Darum fordert Gosch: „Finger weg von den Abfertigungen!“ Stattdessen solle Vermögen stärker besteuert werden, die Einnahmen daraus will der schwarze Gewerkschaftsboss zur Senkung der Lohnnebenkosten verwenden.
