Politik soll bei sich sparen

Gerald Grosz steht den WOCHE-Lesern Rede und Antwort.

Die WOCHE bat Gerald Grosz (BZÖ) zum Interview - die Fragen stellten die Steirerinnen und Steirer.

Mit dem "orangen" Spitzenkandidaten startet die WOCHE die Interviewserie zur Landtagswahl 2010. Interviewt wurde Gerald Grosz dabei von den Bürgern:


Hannes Mock, Ratten: Was würden Sie ändern, wenn Sie Landeshauptmann wären?

Grosz: Die Chancen dafür dürften dann doch relativ gering sein, doch die erste Amtshandlung ist es, die Landesregierung von 9 auf 5 und den Landtag von 56 auf 28 Mitglieder zu reduzieren. Die zweite Amtshandlung wäre der Start einer groß angelegten Politreform quer durch das Land, die Bezirke und Gemeinden. Bevor wir von den Menschen verlangen, in schwierigen Zeiten zu sparen, hat die Politik bei sich selbst zu beginnen!


Jürgen Steinkellner, Obdach: Wird es sich rächen, dass sie noch vor Kurzem auf einem Sujet Schulter an Schulter mit Jörg Haider für das BZÖ geworben haben?

Nein, Loyalität und Freundschaft enden nicht mit dem Tod. Die vom ?Profil? gestartete Lügenkampagne gegen einen wehrlosen Verstorbenen richtete sich von selbst und ist auch bereits zusammengebrochen. Die Medien selbst verstricken sich immer mehr in Widersprüche. Zuerst waren es 45 Millionen in Liechtenstein, nachdem die Justizbehörden dies dementierten, sind es nun Millionen in der Schweiz und nachdem von dort die Dementis kommen, wird Profil noch Konten in Botswana entdecken. Offenbar ist selbst der tote Jörg Haider dem rot-schwarzen System noch immer gefährlich genug.


Alfred Tessler, Graz: Wie wollen Sie gesicherte Pensionen garantieren, wenn gerade Migranten für Nachwuchs sorgen?

Ich halte es schlichtweg für verwerflich, die österreichische Sozial- und Pensionspolitik mit der Frage der Zuwanderung zu steuern! Gesicherte Pensionen gibt es dann, wenn wir die Bürgerpension einführen, endlich die 21 Sozialversicherungsanstalten zusammenlegen und ca. 3 Milliarden Euro im Jahr nicht für die Verwaltung, sondern für die Sozial- und Pensionsleistungen freibekommen.


Anna Gründl, Graz: Wie stehen Sie zu den Studiengebühren?


Wir treten für die Wiedereinführung der Studiengebühren an unseren Universitäten ein. Studierende aus einem sozial schwächeren Elternhaus haben die Möglichkeit, diese über Einreichung eines Stipendiums wieder rückerstattet zu bekommen. Kinder reicherer Eltern können sich die Studiengebühren leisten. Auch Studierende aus dem Ausland müssten damit wieder Studiengebühren entrichten.


Beatrix Stromberger, Leibnitz: Was planen Sie, um Menschen, die z. B. durch "Ärztepfusch" eine Behinderung erlangen, die Situation zu erleichtern?

Das ist für mich nicht über das Behindertengesetz, sondern über das Ärztegesetz und die Haftungen zu regeln. Hier müsste es eine Verkürzung der Verfahren und der Instanzen geben.

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