Nagl „wildert“ in roten und blauen Revieren

Auch wenn die Umfrage von der Volkspartei in Auftrag gegeben wurde, sollten die Ergebnisse den Strategen der anderen Parteien einiges zu denken geben. Das Meinungsforschungsinstitut „IFAP“ hat jetzt – eineinhalb Jahre vor der nächsten Gemeinderatswahl – 500 Grazer befragt, wem sie bei einer Bürgermeister-Direktwahl ihre Stimme geben würde. Das Ergebnis ist eindeutig: 46 Prozent würden Siegfried Nagl (VP) ankreuzen, gefolgt von 12 Prozent für KP-Chefin Elke Kahr und 7 Prozent für Lisa Rücker (Grüne). Der Rest läuft unter „ferner liefen“, ihre Hoffnung: 23 Prozent haben (noch) keinen Favoriten.

Nun könnte man sagen, diese Umfrage kommt wenig überraschend, hat Nagl doch den Bonus von zwei Bürgermeister-Amtszeiten. Sehr wohl aber überraschend ist die Auswertung nach Parteipräferenzen. Hier zeigt sich nämlich, dass Nagl derzeit über alle Grenzen als Stadtoberhaupt punkten kann. In der SP-Klientel würde er bei einer Direktwahl fast doppelt so viele Stimmen erhalten wie Chefgenosse Edmund Müller (siehe Grafik). Aber auch bei der FPÖ und den Grünen kommt Nagl an. Lediglich die KPÖ steht ähnlich geschlossen hinter ihrer Spitzenkandidatin.

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