Vom Uhrturm bis zu Opas Schrebergarten
Von der Kindheit in Graz bis zum Nationalfeiertag – Bundespräsident Heinz Fischer im Porträt.
Vom Uhrturm bis zum Schrebergarten des Opas in Wetzelsdorf gibt es viele Kindheitserinnerungen, an die Bundespräsident Heinz Fischer (73) gerne zurückdenkt. „Aufgewachsen bin ich in der Technikerstraße. Vis-à-vis unseres Wohnhauses war die große, imposante Technische Universität. Auch der Uhrturm war einfach nur toll. Und bei meinem Großvater im Schrebergarten sammelten wir immer Ribiseln und einen Wasseranschluss zum Planschen gab es da auch. Ein Paradies für mich und meine Schwester“, erinnert sich der gebürtige Grazer.
In die Politik zog es Fischer, dessen Vater Rudolf Fischer selbst langjähriger Nationalratsabgeordneter war, schon sehr früh. „Mit 15 Jahren bin ich den sozialdemokratischen Mittelschülern beigetreten. Die eigentliche Weichenstellung in Richtung Politik erfolgte im Herbst 1961, damals machte ich gerade mein Gerichtsjahr am Straflandesgericht in Wien und erhielt die Einladung, ab 1. Jänner 1962 als Jurist im Parlamentsklub der SPÖ zu arbeiten.“ Nur zwei Jahre später avancierte er zum Klubsekretär und vor fast genau 40 Jahren, am 4. November 1971, wurde Fischer Abgeordneter im Nationalrat. Weitere Stationen vor dem Bundespräsidentenamt (seit 2004) waren Wissenschaftsminister sowie Präsident des Nationalrates.
Trotz seines vollen Terminplanes schafft der Ehrenbürger der Stadt Graz es fast monatlich, der Murmetropole einen Besuch abzustatten. „Immer wieder fahre ich mit ausländischen Besuchern nach Graz. Zuletzt standen die Eröffnung der Grazer Messe und das 200-Jahr-Jubiläum der TU Graz auf dem Programm.“
Viele Herausforderungen
Auch für seine liebsten Freizeitbeschäftigungen – Wandern und Bergsteigen – bieten sich in der Steiermark gute Gelegenheiten. Dass Fischer keine Höhenangst hat, bewies er unlängst bei einem Fallschirmsprung mit dem Bundesheer. „Ähnliche Abenteuer stehen momentan nicht auf dem Plan“, schmunzelt Fischer. „Aber auch jede Bergtour und manches andere kann eine Herausforderung sein.“
Den heurigen Nationalfeiertag verbringt der Bundespräsident mit der Kranzniederlegung auf dem Wiener Heldenplatz, gefolgt von der Teilnahme an der Angelobung von jungen Soldaten und dem Tag der offenen Tür in der Präsidentschaftskanzlei, wo er mit Gattin Margit persönlich die Gäste begrüßen wird.
