Schule fordert mehr Respekt vor Natur

Entlang der Ackerflächen von Alt-Grottenhof wurden für Spaziergänger Wege angelegt. Aber diese halten sich nicht immer an die Regeln ... Foto: Wiesner (Foto: Martin Wiesner)

Unachtsamkeit, Müll, Vandalismus und Hundekot machen der Schule Alt-Grottenhof das Leben schwer.

Von der Brotbackstube über die Käserei bis zu den Ställen ist die Land- und forstwirtschaftliche Fachschule Alt- Grottenhof in Graz ein kleines Idyll. Idyllisch nimmt sich auch die rund 70 Hektar große Fläche aus, die von den 170 Schülerinnen und Schülern, die hier ausgebildet werden, bewirtschaftet wird. Wenig harmonisch laufe derzeit allerdings das „Zusammenleben“ mit Spaziergängern und Hundebesitzern, weiß Schuldirektor Erich Kerngast.
Müll und Kot gefährden Kühe
„Wir verzichten freiwillig auf Ackerflächen, die wir bewirtschaften könnten, um Wege für Spaziergänger frei zu lassen. Und diese werden auch gerne genutzt, aber wir kämpfen damit, dass Hundebesitzer sich nicht an die Leinenpflicht halten und über frisch gesäte Flächen gehen“, erzählt er. Hundespielzeug wie Tennisbälle, aber auch Müll findet sich dann im Tierfutter wieder. Hundekot hat bereits mehrmals zu schweren gesundheitlichen Gefährdungen bei den Kühen der Schule geführt.
„Bitte mehr Rücksicht!“
„Wir wollen Landwirtschaft ja transparent machen und die Leute, die auch gerne in unserem Hofladen einkaufen, bei uns haben, aber wir ersuchen um mehr Verständnis, Rücksicht und Disziplin“, fasst Kerngast seine Bitte zusammen.
„In Zusammenhang mit dem Wasserrückhaltebecken entlang des Bründlbachs soll in Zusammenarbeit mit der Schule eine Hundefreilaufzone entstehen“, hofft er, dass damit wenigstens ein Konfliktpotenzial entschärft wird.

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