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02.02.2010 13:33 Uhr

Das bringt die „Mini-Umweltzone“

Exklusiv: Der WOCHE liegt nun erstmals die ominöse TU-Studie zur „Mini-Umweltzone“ vor.

Feinstaub Februar - Kommt sie oder kommt sie nicht, die Umweltzone? Wenn ja, dann heißt es für Tausende „alte Stinker“: „Raus aus Graz!“
Kommt sie oder kommt sie nicht, die Umweltzone? Wenn ja, dann heißt es für Tausende „alte Stinker“: „Raus aus Graz!“

Kommt die Umweltzone in Graz oder kommt sie nicht? An dieser Frage scheiden sich seit Monaten die Geister. Vor allem das Ausmaß der geplanten Zone sorgt für Kritik – und zwar sowohl bei Gegnern als auch bei Befürwortern. Landesrat Manfred Wegscheider plant nämlich die Einführung einer Minimalvariante.  Sie umfasst Gries und Teile der angrenzenden Bezirke – alles in allem rund ein Fünftel des Stadtgebiets.
Bringt das was? Nun, Wegscheider hat sich bei seiner Entscheidung immer auf eine Studie der TU Graz berufen. Ein bis dato streng geheim gehaltenes Papier, das der WOCHE nun erstmals exklusiv vorliegt. Hier die spannendsten Fakten des 43-seitigen Berichts:
• Im ersten Jahr der für 2011 geplanten Einführung wären 18.730 „alte Stinker“ vom Fahrverbot betroffen. Ein Jahr später würde diese Zahl auf 41.320 steigen. Laut Studie dürften dann 36.500 Pkw, 3.500 leichte Nutzfahrzeuge, 1.100 Lkw und 220 Busse nicht mehr in Graz fahren – sofern sie die Umweltzone kreuzen.
• Das hätte natürlich auch Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Der Expertise zufolge würde das Aufkommen innerhalb der Umweltzone bis 2012 um 4,5 Prozent sinken. Außerhalb der Zone rechnet man mit 1 Prozent mehr Verkehr.
Nun aber zur entscheidenden Frage, nämlich: Bringt das was? Laut Studie „ja“. Die Feinstaub- (PM 10) und Ultrafeinstaubwerte (PM 1) würden sowohl innerhalb als auch außerhalb der Zone sinken. Für den gesamten Großraum Graz würde sich demnach eine Reduktion von 4 Prozent (PM 10) bzw. von 15 Prozent (PM 1) ergeben.
Jedoch: Ob Größe sowie Art und Weise wirklich die besten sind, wird nicht beantwortet. Das war laut Studie „nicht Teil der beauftragten Leistungen“ ...

Hier finden Sie die komplette Studie!

Autor: mario.lugger@woche.at

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